Der Sommer ohne Männer

Siri Hustvedt

Eine ironisch-komische Beziehungsanalyse hat die Bestseller-Autorin Siri Hustvedt mit ihrem neuen Roman "Sommer ohne Männer vorgelegt". Ihre Ich-Erzählerin Mia ist Dichterin, kommt aus Minnesota, lebt in New York und hat eine Tochter - wie die Autorin. Während Siri Hustvedt mit dem Schriftsteller Paul Auster verheiratet ist, hat ihre fiktive Heldin bereits 30 Ehejahre mit dem Neurowissenschaftler Boris hinter sich.

von Von Britta Helmbold

, 07.04.2011, 11:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ihr Göttergatte braucht eine Pause. Als Mia erfährt, das die Pause jünger als sie und seine Laborassistentin ist, dreht sie durch. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Psychiatrie wegen vorübergehnder Geisteskrankheit kehrt sie in ihren Geburtsort in Minnesota zurück, um nachzudenken, ihr Gefühlschaos zu ordnen. Sie brütet über den untreuen Boris und die Männer im Allgemeinen - und das in einem Sommer ganz ohne das andere Geschlecht.Mia und viele andere Frauen In dem kleinen Flucht-Ort führt ihre agile Mutter mit ihrem Freundinnenkreis ein munteres Leben im Heim. Mia selbst gibt einen Workshop für sieben Teenager-Mädchen. Auch mit der Nachbarin ihres vorübergehenden Domizils, eine Mutter von zwei kleinen Kindern und einem nicht einfachen Ehemann, freundet sie sich an. Mit ihrer Tochter kommuniziert sie per E-Mail, später kommt diese ebenso wie Mias Schwester zu Besuch.

Also reichlich Frauen, deren Verhalten zum anderen Geschlecht und untereinander sich studieren lässt. Die Kur von Mia scheint Wirkung zu zeigen ...Siri Hustvedt: Sommer ohne Männer, rowohlt, 19,95 Euro, ISBN 978-3-498-03010-0.

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