Die erste Liebe

Véronique Olmi

Die Geschichte einer wunderbaren, doch unmöglichen Liebe hat die französische Autorin Véronique Olmi in ihrer herrlich leicht anmutenden Sprache verfasst: Der Roman "Die erste Liebe" ist wie ein Roadmovie konzipiert und führt die Ich-Erzählerin Emilie, verheiratet und Mutter von drei erwachsenen Töchtern, von Paris über Aix-en-Provence nach Genua - und mental in ihre Vergangenheit zurück.

von Von Britta Helmbold

, 04.03.2011, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die erste Liebe

Es ist der Tag ihrer silbernen Hochzeit. Emilie bereitet gerade das Abendessen für sich und ihren Gatten vor, als sie die Zeitungs-Anzeige, in der die Weinflasche eingewickelt ist, entdeckt: "Emilie, Aix 1976. Komm so schnell wie möglich zu mir nach Genua. Dario." Überstürtzt lässt sie alles liegen und stehen, schreibt ihrem Mann noch einen Zettel, dass er sich keine Sorgen machen soll, und macht sich auf den Weg.Episoden aus der Kindheit

Im Auto kommen ihr erste Zweifel, ob wirklich sie gemeint ist. Doch sie fährt weiter und lässt dabei ihr Leben Revue passieren. Erinnert sich an Episoden in ihrer Kindheit im Provence-Städtchen Aix-en-Provence, an ihre mongoloide Schwester, der sie auf der Fahrt einen Besuch abstatten wird und dabei eine ihre Töchter trifft, und die grässlichen Eltern. Dario war der Schwarm aller Mädchen und ihre erste Liebe, was Autorin Olmi wunderbar humorvoll und poetisch zu beschreiben weiß.Romantik verfliegt

Emilie weiß nicht so recht, was sie sich von einem Wiedersehen mit ihrer "einzigen Liebe" erhofft. Als sie in Genua ankommt, ist jegliche Romantik verflogen, sie will nur noch weg und bleibt doch.Véronique Olmi: Die erste Liebe, Kunstmann, 19,90 Euro, ISBN 978-3-88897-702-2.

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