Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte

Lola Lafon

Nadia Comaneci war ein Wunderkind. Mit erst 14 Jahren erntete die junge rumänische Turnerin bei den Olympischen Spielen 1976 die unglaubliche Höchstpunktzahl 10.

15.09.2014, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte

Preisrichter und Publikum verneigten sich ehrfurchtsvoll vor dem großen Sportlertalent. Die Konkurrenz, vor allem aus der sonst übermächtigen Sowjetunion, war fassungslos.

Die Geschichte von Nadia ist auch knapp 40 Jahre nach diesen Ereignissen so spannend, dass die französische Autorin Lola Lafon sie als Grundlage für ihren Roman nahm. Die Nadia, die in der als Biografie nicht nur der Turnerin, sondern auch des kommunistischen Staates Rumänien angelegten Geschichte, zu Wort kommt, ist allerdings eine Fantasiegestalt. Denn die Autorin wollte auch einen Roman über das Schreiben einer Biografie verfassen. Das Buch fesselt den Leser durch den besonderen Schreibstil ebenso wie durch die Geschichte, die ein Stück Sport- und Politikhistorie lebendig werden lässt. Nicht nur für Zeitgenossen, die Nadia haben turnen sehen, interessant.

Lola Lafon: Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte, 280 S., Piper, 19,99 Euro, ISBN 978-3-492-05670-0.

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