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Dela Dorsten entsorgt bald schwach radioaktiv belasteten Schlamm

Unternehmen erweitert Betrieb

Künftig sollen in Dorsten schwach radioaktive Bohrschlämme entsorgt werden: Die Dela GmbH will ihr Rohstoff-Rückgewinnungs-Zentrum im Industriepark Dorsten/Marl erweitern und den bisherigen Essener Betrieb in die Lippestadt verlagern. Das gab die Unternehmensführung am Montag bekannt.

DORSTEN

von Von Klaus-Dieter Krause

, 05.11.2012
Dela Dorsten entsorgt bald schwach radioaktiv belasteten Schlamm

Firmengelände der DELA GmbH für Recycling und Umwelttechnik am Standort Essen.

Bisher waren in Dorsten hauptsächlich Leuchtstoff-Röhren, aber auch Aktivkohle, Bauschutt oder metallhaltiger Industrieschlamm recycelt worden. Künftig soll hier nun auch schwach radioaktiver Schlamm aus der Erdöl- und Erdgasförderung verarbeitet werden. Mit der kompletten Verlagerung des Essener Standortes an die Lippe wächst die Zahl der Mitarbeiter in Dorsten von gegenwärtig 50 bis auf rund 100. Dies werde aber erst der Fall sein, wenn 2014 auch die dritte Ausbaustufe realisiert ist. Zunächst will Dela ab September 2013 rund acht Millionen in die zweite Ausbaustufe investieren.

Die Unterlagen sollen zur Genehmigung Ende 2012 bei der Bezirksregierung Münster eingereicht werden. „Auch auf Anraten der Bürgermeister aus Dorsten und Marl informieren wir heute schon öffentlich über unsere Pläne, weil wir nichts zu verbergen haben und das gesamte Verfahren transparent ablaufen soll“, weiß Dela-Geschäftsführer Christian Bonmann, dass der Umgang mit quecksilberhaltigen, radioaktiven Stoffen angstbelastet ist. Wie Bonmann betonte aber auch Experte Christian Küppers vom Öko-Institut Freiburg, dass weder Mitarbeiter noch Betriebs-Nachbarn geschweige denn Bürger in den Wohnbereichen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt würden. Die Werte überstiegen nicht die der natürlichen Radioaktivität, die Bezirksregierung überwache genau, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

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