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Dorstener Karnevals-Umzug steht vor dem Aus

Organisatoren hoffen auf Unterstützung

Aus. Schluss. Vorbei. Der Karnevalszug in Dorsten steht vor dem endgültigen Ende. Sollten sich nicht deutlich mehr Freunde und Förderer für den heimischen Zug finden, wird es ihn nicht mehr geben - damit könnten an Rosenmontag zum vorerst letzten Mal Kamelle, Bonbons und Co. durch die Innenstadt fliegen.

DORSTEN

von Von Daniel Müller

, 05.11.2012
Dorstener Karnevals-Umzug steht vor dem Aus

Dem Rosenmontagsumzug in Dorsten droht das Aus.

„Wir brauchen einfach mehr Unterstützung, sonst macht es keinen Sinn mehr, einen Umzug zu organisieren“, sagt Karnevals-Chef Bodo Kammann (Foto). Der 60-Jährige wirkt sichtlich traurig. Mit viel Herzblut und Zeitaufwand kümmerte sich Kammann in den vergangenen Jahren um den bunten Zug, der rund um den Ortskern führt. „Doch jetzt ist das Ende der Fahnenstange erreicht, wir brauchen einfach mehr Hilfe aus der Bevölkerung“, meint Günter Koytek, Präsident der KG Wulfenia.

Nachdenklich stimmt Kammann vor allem die geringe Resonanz: So schrieb die Stadt in diesem Jahr 160 Vereine an, mit der Bitte, den Karnevals-Umzug zu unterstützen. Resultat: vier Absagen, fünf Zusagen. Der Rest antwortete erst gar nicht. „Eigentlich wollen wir den Zug nicht sterben lassen, aber bei solchen Zahlen macht man sich natürlich Gedanken“, sagt Kammann.

Akribisch haben die beiden Karnevalisten den diesjährigen Umzug wieder geplant. Vor Wochen gab es einen runden Tisch im Rathaus mit den Behörden, auch der Zug steht in großen Teilen. Danach wird es neun Wagen, sieben Fußgruppen und drei bis vier Kapellen geben. Ein richtiges Motto hat der Karnevalsumzug bisher nicht, allerdings hat Kammann eine Marschrichtung: „Wenn es wirklich das Ende sein sollte, dann muss das Motto heißen: Der Letzte ist der Beste.“

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