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Blockflöten streichen besser

SCHARNHORST Regelmäßig kommen die Besucher derSchalom-Gemeinde in den Genuss von Blockflötenmusik. Im Gemeindezentrum, Buschei 94, konnten sie nun ein ganzes Konzert erleben.

22.11.2007

Blockflötenmusik gehört in den evangelischen Gemeinden in Scharnhorst zum regelmäßigen Angebot. Dass aber ein Orchester, bestehend aus 48 Flöten, als ganzes Ensemble auftreten kann, das ist bislang etwas Einmaliges.

Im Blockflötenconsort Dortmund unter der Leitung von Dietrich Schnabel gibt die großzügige Besetzung in den einzelnen Registern das besondere und beeindruckende Klangbild.

Die Sopranino- und Sopranblockflöten übernehmen den Part, der im Original für Streicher gesetzt wurde - unterstützt durch Alt- und Tenorflöten. Dazu gesellen sich Subbass- und Contrabassflöten und diese nicht nur als Begleit- oder Rhythmusinstrumente.

Und in dieser Formation von annähernd 50 Instrumentalisten erklangen Bearbeitungen von barocken, klassischen oder romantischen Meistern. War nun die "Petite Symphonie" von Charles Gounod romantisch genug ausgeführt? In vier Sätzen vorgetragen erfüllte sie eine ganz neue Form der Wiedergabe, was auch die Zuhörer begeisterte.

Von Steve Marshall stammt die "Symphonie Nr. 1" - im Original gesetzt für Holzbläser. Auch hier gab es eine wunderbare Ausgestaltung der Sätze Vivace, Larghetto, Scherzo und Finale.

Mit dem "Da pacem" des barocken Meisters Ascanio Trombetti erklang ein Werk, das auch als historisch gewachsene Melodie bekannt ist. Sauber intoniert war der warme Klang der Subbass- und Contrabassflöten.

Dietrich Schnabel leitete das Ensemble sehr umsichtig und mit genauer Zeichengebung. Selbst ist er ein gereifter Komponist.

Die von ihm geschaffene "Playford Rhapsodie" hat wenig vom modernen musikalischen Zeitgeist. Nur einige Male sickerte das Moderne in den Klangwellen durch. Dieses Werk hätte jedoch durchaus auch im Zeitalter des Barock seine Zuhörer gefunden. WeFi

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