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Demo gegen "Dreckschleuder"

DORTMUND Knapp 100 Umweltaktivisten haben mit einem Zug durch die Innenstadt gegen die geplante DEW-Beteiligung am RWE-Steinkohlenkraftwerk (Gekko) in Hamm demonstriert. Die Route führte vom RWE-Turm am Freistuhl zur DEW-Zentrale am Ostwall.

02.11.2007
Demo gegen "Dreckschleuder"

Umweltmüll CO2. Mit symbolischen Aktionen demonstierten die Umweltaktivisten vor der DEW-Zentrale gegen den geplanten Neubau eines Kohlekraftwerks in Hamm mit Dortmunder Beteiligung.

Am Donnerstag entscheidet der Rat der Stadt über die DEW-Beteiligung am RWE-Steinkohlenkraftwerk (Gekko) in Hamm. Anlässlich eines Demonstrationszuges durch die Dortmunder Innenstadt vom RWE-Tower zur DEW-Zentrale haben die Umweltschützer von Greenpeace und BUND am Samstag auf die Umweltgefahren einer DEW-Beteiligung hingewiesen und den Rat der Stadt Dortmund aufgefordert, sich von dem Projekt zu verabschieden. 

SPD-Haltung widerspricht Parteitag

Björn Ahaus, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Dortmund: „Die beiden neuen Kraftwerksblöcke (1600 MW) werden 8,9 Mio Tonnen CO2 und über 200 Tonnen Feinstäube pro Jahr ausstoßen. Abgeschaltet werden soll aber nur einer der alten Blöcke (280 MW) im Jahr 2014. Angesichts einer Laufzeit der neuen Blöcke von 40 Jahren sowie weiterer um Dortmund herum geplanter Anlagen eine unverantwortliche Entscheidung für künftige Generationen!“                         Während die Ratsfraktionen von Grünen und Linken für ihre ablehnende Haltung Lob ernten, kritisieren die Umweltschützer die Ratsfraktionen von SPD und FDP für ihre Zustimmung zu dem Kraftwerksprojekt. Die Haltung der SPD-Fraktion widerspreche im Übrigen – anders als vom SPD-Chef Ernst Prüsse behauptet - den Beschlüssen des SPD-Parteitages in Hamburg, wonach Kohlekraftwerke nur noch in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplung genehmigt werden sollen. Würde sich die SPD-Fraktion an diesen Beschluss halten, wäre es das Aus für die DEW-Beteiligung am Gekko.  

Kritisch betrachten die Umweltschützer die Haltung der CDU, die sich zwar gegen die DEW-Beteiligung ausgesprochen hat, sich aber ein Hintertürchen offen hält. In ihrem Antrag heißt es „Sollte es keine Alternativen zur Beteiligung geben, fordert die CDU-Fraktion eine umfassende Analyse der negativen Umweltauswirkungen.“

Die CDU muss am Donnerstag Farbe bekennen!, fordert BUND-Sprecher Thomas Quittek. „Jede weitere Verzögerung der Ratsentscheidung spielt der DEW in die Hände, da eine Beteiligung dann faktisch nicht mehr rückholbar wäre.“

Nach Meinung von Greenpeace und BUND soll der  Rat  die DEW auffordern, mit der geplanten Beteiligungssumme von 107 Mio Euro Investitionen im regenerativen Bereich, in Gas- und Dampfturbinenkraftwerke sowie in hoch effiziente, dezentrale Blockheizkraftwerke zu tätigen. Die von der DEW geplante Erhöhung des Ökostromanteils auf 20 % sollte vorrangig mit eigenen Anlagen und Beteiligungen im regenerativen Bereich statt mit Wasserkraftstrom aus Norwegen realisiert werden, meinen Quittek und Ahaus.  Für die Ratssitzung am Donnerstag kündigten die Umweltaktivisten weitere Proteste an.         

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