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Der Trick mit dem Click

DORTMUND Moritz ist ein idealer Mitbewohner: Er räumt die Wohnung auf, hängt die Socken ordentlich aus dem Wäschekorb an die Leine, bringt Katja Schulze abends die Pantoffeln und ist auch noch ein guter Twist-Tänzer. Sein Lohn: Etwas zu fressen und ein kleiner Click mit dem Clicker.

von Von Julia Gass

, 18.11.2007
Der Trick mit dem Click

Katja Schulze ist stolz auf ihren Hund "Moritz".

Moritz ist sechs Jahre jung und ein Terrier-Jagdhundmischling. Mit seiner Besitzerin Katja Schulze (38) ist er am Wochenende bei der ersten deutschen „Clicker-Challenge“ in Iserlohn gestartet. In der Schweiz hat dieser Wettbewerb schon erfolgreich Premiere gefeiert, im Hundesportland England ist er beliebt. „In Deutschland wird sich das auch hoffentlich durchsetzen“, hofft Katja Schulze. Jedenfalls hat sie gerade eine Clicker-Gruppe in Dortmund gegründet, die in Iserlohn auch als Mannschaft gestartet ist.

Belohnung

Ein Clicker ist ein kleines Plastikkästchen mit einer Metallzunge, die ein Klick-Geräusch produziert, wenn man drauf drückt. Tut der Hund das, was er soll, wird geclickert, danach gibt‘s eine Belohnung; die Tiere lernen durch die positive Verstärkung, welche Aktionen gerade willkommen sind.

Die Aufgaben bei Wettbewerben sind vielfältig, und benutzt werden dürfen nur ein Clicker und ein Wort. Katja Schulzes Wort heißt „weiter“. Wäsche aufhängen, wie eine Statue auf einem Stuhl stehen oder Bälle in ein Fußballtor schieben, sind Wettbewerbsaufgaben. Nimmt der „Wäschehund“ die Socke in die Schnauze, wird geclickert, geht er damit zur Leine, kommt der nächste Click. Macht er etwas Unerwünschtes, bleibt das Signal aus. Der Hund lernt zu erahnen, was von ihm verlangt ist. Drei Minuten haben die Gespanne Zeit, sich auf jede der fünf bis sechs Aufgaben vorzubereiten.

Denkleistung

 „Länger als zehn Minuten kann sich ein Hund auf eine so große Denkleistung nicht konzentrieren. Danach ist er so kaputt wie nach einem langen Spaziergang“, meint Katja Schulze: „Mein Moritz ist ein Streber, wir haben erst im Januar mit dem Clickertraining angefangen und er kann schon 25 bis 30 Tricks. In einem Seminar im Hundesporthotel in Oberammergau hat die Dortmunderin die Grundlagen des Hunde-Denksports gelernt. Zur Entspannung übt Moritz „Dog dancing“, und hierbei gerne Twist. – Bis er den nächsten Clicker hört. 

Beim Turnier in Iserlohn schnitt „Moritz“ gut ab. Der Terrier-Jagdhundmischling landete in der Teamwertung auf Platz 2 und belegte mit Frauchen Katja Schulze in der Einzelwertung den 3. Platz.

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