Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Flüchtlingszahlen: Lage entspannt sich

Asylbewerber

Vor vier Wochen spitzte sich die Lage in den beiden Erstaufnahmestellen für Flüchtlinge in Hacheney und Derne dramatisch zu. Inzwischen stellt sich die Lage entspannter dar.

Dortmund

von Von Peter Bandermann

, 05.11.2012
Flüchtlingszahlen: Lage entspannt sich

Auch diese Familie aus Serbien sucht Asyl.

Vier Wochen nach dem letzten massiven Anstieg der Flüchtlingszahlen mit über 1100 Asylbewerbern in Dortmund ist die Lage wieder entspannt. In der Asylbewerber-Erstaufnahme an der Glückaufsegenstraße in Hacheney betreute die Stadt am Montag 296 Männer, Frauen und Kinder. 123 waren es in der Notunterkunft an der Altenderner Straße in Derne, wo die frühere Hauptschule bis Ende Dezember 2012 diesen Zweck erfüllen muss. „Die Neuzugänge in der Erstaufnahme in Hacheney schwanken derzeit. Uns erreichen bis zu 100 Personen täglich“, berichtete Stadt-Pressesprecher Hans-Joachim Skupsch am Montag. Besser als in den Spitzenzeiten Mitte Oktober läuft die Zusammenarbeit zwischen den Behörden. „Die Vorgehensweise zwischen Stadt, Bezirksregierung und Land hat sich eingespielt und läuft gut“, so Skupsch über den Alltag. Noch vor vier Wochen war Sand im Getriebe.

 Eine an Windpocken erkrankte fünfköpfige Familie konnte eine vom Sozialamt gestellte Wohnung inzwischen wieder verlassen. Eine weitere Familie lebt noch bis zum 19. November in einer Wohnung außerhalb der Asylbewerber-Erstaufnahme, ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen.Entspannt ist die Lage deshalb, weil das Land mit der Bezirksregierung in Arnsberg in mehreren Städten zusätzliche Unterkünfte geschaffen hat, die den Zustrom, vor allem von Roma aus Osteuropa aufnehmen konnten. Um weitere Kapazitäten aufzubauen und um Dortmund zu entlasten, musste das Innenministerium den Städten teilweise Zwang androhen.

Wegen des Winters und der vor allem unter den Roma in Serbien und Mazedonien verbreiteten Armut muss die Stadt allerdings jederzeit mit einem schwallartigen Anstieg der Asylanträge rechnen.

Lesen Sie jetzt