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Invasion der Viren

27.11.2007

Invasion der Viren

Annette Düsterhaus Leiterin Gesundheitsamt ©Knut Vahlensieck_Ruhr Nachrichten Aufnahmedatum: 5.7.2004

"Es hat Dortmund kräftig erwischt." Dr. Annette Düsterhaus (Foto), Chefin des Gesundheitsamtes, sieht auch, wie sich die eigenen Reihen lichten. Eine "Schneise" durch Amtsstuben, Büros, Schulen und Kindergärten schlägt das Noro-Virus.

Seit Ende Oktober wurden der Dortmunder Gesundheitsbehörde vier Krankenhäuser und vier Einrichtungen der Altenhilfe gemeldet. Allein am Montag waren es zwei Kliniken und drei Alten-Einrichtungen, so Düsterhaus. Namen nennt sie nicht.

Vor Wochen geriet das Katholische Krankenhaus West wegen des massiven Ausbruchs dieses viralen Brechdurchfalls in die Schlagzeilen. Auch an der geriatrischen Schwerpunkt-Klinik St.-Elisabeth-Krankenhaus in Kurl gab es Fälle.

Die Magen-Darm-Grippe taucht stets in Schüben auf, gerne in der kalten Jahreszeit, kommt überfallartig und verschwindet meistens ebenso schnell. Für abwehrgeschwächte Menschen aber, also Kleinkinder, Hochbetagte und frisch operierte Patienten, kann es brenzlig werden.

"Das Übertragungsrisiko ist sehr groß", warnt Dr. Düsterhaus. In Heimen und Krankenhäusern müsse man sich strikt an die vorliegenden Hygiene-Pläne halten, mahnt die Amtsärztin. Ein schwieriger Fall, denn im Prinzip reicht es, die Türklinke anzufassen, die vorher ein Infizierter drückte. Das hoch ansteckende Noro-Virus verbreitet sich so rasend wie Schnupfen und Husten. Die Inkubationszeit beträgt gerade mal zwei Tage. Dr. Düsterhaus: "Auch Besucher tragen die Viren rein in Krankenhäuser und Altenheime."

Der RN-Rundruf durch Dortmunds Kliniken verlief übrigens negativ, was die Frage aufwirft, wer da wohl etwas verschweigen möchte? bö

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