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Neonazi Sven K. soll wieder ins Gefängnis

Plädoyer

Neonazi Sven K. soll wieder ins Gefängnis. Im Prozess um einen brutalen Angriff auf dem Dortmunder Weihnachtmarkt hat die Staatsanwältin am Freitag zwei Jahre Haft ohne Bewährung beantragt.

DORTMUND

von Von Jörn Hartwich

, 02.11.2012

Der 25-jährige Dortmunder hat bereits fünf Jahre wegen Totschlags in Haft gesessen. Sven K. hatte auf dem Weihnachtsmarkt zwei türkischstämmige Schüler angegriffen. „Was guckt ihr Bastarde so!“ Mit diesen Worten soll er damals auf die beiden Jugendlichen losgestürmt sein.

Kurz darauf griffen laut Staatsanwaltschaft auch seine mitangeklagten Gesinnungsgenossen ein. Die Opfer wurden geschlagen und getreten, einer verlor sogar kurze Zeit das Bewusstsein.Die Anklägerin sprach in ihrem Plädoyer von „massiver Brutalität“. Die Schüler hätten völlig wehrlos auf dem Boden gelegen und litten noch heute unter Angstzuständen. Weitere Gewalttaten passierten laut Staatsanwaltschaft auf einer Demonstration der rechten Szene in Wuppertal, vor einem Fastfood-Restaurant in Oberhausen, vor einer Kneipe und einer Wohnung in Dortmund.

Für zwei mitangeklagte Neonazis wurden ebenfalls Gefängnisstrafen beantragt – einmal zwei Jahre und neun Monate, einmal ein Jahr und drei Monate. Nur der Bruder von Sven K. kann auf Bewährung hoffen. Der Prozess wird in drei Wochen mit den Plädoyers der Verteidiger fortgesetzt.

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