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Polizei identifiziert bei Stuttgart-Spiel weitere Derby-Randalierer

Ausschreitungen in Dortmund

Die Derby-Randale und ihre Folgen: Die Dortmunder Polizei identifizierte während der Bundesliga-Partie des BVB gegen den VfB Stuttgart vier mutmaßliche Gewalttäter des Schalke-Spiels und kündigt weitere Ermittlungen gegen die "Chaoten" an. Im Fokus stand zudem erneut die Gaststätte "Flora".

DORTMUND

von Von Felix Guth

, 04.11.2012
Polizei identifiziert bei Stuttgart-Spiel weitere Derby-Randalierer

Ein Video der Dortmunder Polizei zeigt Gewalt vor dem Revierderby.

Im Verlaufe des Stuttgart-Spiels identifizierten Polizeibeamte mit Hilfe des Videokamera-Systems im Signal Iduna Park  vier Personen, die an der Derby-Randale beteiligt waren. Sie waren auf dem Videomaterial, das der Polizei vom 20. Oktober vorliegt, dabei zu erkennen, wie sie Gegenstände auf gegnerische Fans und Einsatzkräfte geworfen hatten.Ihnen droht ein Strafverfahren, unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruches. Darüber hinaus wird geprüft, ob Stadionverbote verhängt werden. Die Polizei hatte am Freitag angekündigt, gegen alle der rund 200 festgenommenen Randalierer Stadionverbots-Verfahren einzuleiten.  "Keiner der Straftäter vom Derbywochenende kann sich sicher fühlen, dass er anonym bleibt. Wir gehen davon aus, dass wir noch einige dieser Chaoten identifizieren und Strafverfahren einleiten werden", sagte Polizeidirektor Andreas Wien, Einsatzleiter der Bundesligabegegnung gegen Stuttgart. Insgesamt bilanziert die Polizei den Bundesliga-Einsatz von Samstagnachmittag als "erfreulich friedlich". 6500 Stuttgarter Fans waren in Dortmund. Einzige Auffälligkeit: Ein Gäste-Anhänger wurde wegen des Abbrennens von Pyrotechnik in der Halbzeitpause festgenommen.

Im Vorfeld der Partie trafen sich Vertreter von Ordnungsamt und Polizei zunächst mit Moktar Hadji Mtir, Wirt der Gaststätte "Flora". Von hier aus war es vor dem Derby zu Angriffen auf Schalke-Fans und Polizisten gekommen, was durch Video-Aufnahmen belegt ist. Laut einer Polizei-Mitteilung habe man in diesem Gespräch "Maßnahmen zum Schutz der Fußballfans" angeregt. Dazu zählen etwa ein Glasflaschenverbot, eine zusätzliche Umzäunung sowie ein Sicherheitsdienst. "Flora"-Wirt Moktar Haji Mtir bestätigte, dass diese Möglichkeiten zu mehr Sicherheit am Samstag genutzt worden seien. So vergrößerte die "Flora" in Absprache mit den Behörden die "Pufferzone" zwischen dem Biergarten und dem Weg zum Stadion, durch den Gästefans bei jedem Heimspiel geführt werden. Mitgebrachte Glasflaschen wurden eingesammelt, in der Gaststätte selbst werden ohnehin nur Plastikbecher verkauft.

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