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Post will Ausweis für Briefmarke von 45 Cent sehen

07.11.2007

Brechten Karl Gläsel Über die Post geärgert hat sich (Foto) aus Brechten. Noch Tage nach dem Vorfall hat der 69-Jährige Wut im Bauch.

Er benötigte am vergangenen Freitag eine 45-Cent-Briefmarke für eine Postkarte. Am Automaten in Brambauer gibt es Einzelmarken, deshalb fuhr er dort hin. Doch die Maschine funktionierte nicht so, wie sie sollte. Sie nahm die 50 Cent, spuckte auch 5 Cent Wechselgeld in Briefmarkenform aus, blieb aber die 45er Marke schuldig. Stattdessen erschienen zwei Zettel: eine Mitteilung, dass das Gerät defekt sei, und ein Beleg über den Markenkauf, mit dem Karl Gläsel zur nächsten Postfiliale gehen sollte, um dort das Wertzeichen zu erhalten.

Gesagt, getan. Der Brechtner präsentierte das Papier auf der Post in Brambauer. Zu seinem großen Erstaunen verlangte der Postmitarbeiter seinen Personalausweis. Karl Gläsel lehnte ab, fragte, wieso denn, wies auf den Beleg über seinen Markenkauf hin. Ohne Erfolg. So entwickelte sich ein Streitgespräch, in dessen Verlauf der Postmitarbeiter sehr unfreundlich zu ihm gewesen sei. "Er sagte, dass sei ihm alles sch...egal. Ich war 37 Jahre im Versicherungsaußendienst und weiß, was die Höflichkeit gebietet. Wenn ich mich so verhalten hätte, wäre ich mit Recht rausgeschmissen worden", meint Karl Gläsel. Am Ende habe ihm der Mann dann eine 55er statt einer 45er Marke hingeworfen.

Durch den Regen sei das Gerät, das die Briefmarken drucke, defekt gewesen, erläuterte Postsprecher Achim Gahr. Er habe mit dem Postmitarbeiter gesprochen. Unfreundlich sei er nicht gewesen, habe dieser ihm mitgeteilt. Es sei korrekt, so Achim Gahr, dass in diesem Fall der Ausweis vorgezeigt werden müsse. Hintergrund sei, dass die Post in der Vergangenheit bei größeren Beträgen schon betrogen worden sei. "Deshalb ist generell der Ausweis erforderlich, egal, ob es sich um mehrere hundert Euro oder 45 Cent handelt." Die Post werde aber darüber nachdenken, diese Regelung bei kleinen Beträgen zu ändern. u.b.

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