Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Rathaus-Steine für den Wiederaufbau

22.11.2007

Rathaus-Steine für den Wiederaufbau

<p>Autorin Elke Sunder zeigt den Kirchenführer, der anlässlich der 1200-Jahr-Feier der ev. Gemeinde entstanden ist. Brodersen</p>

Kirchderne "Es hat großen Spaß gemacht, und ich habe viel Neues entdeckt", sagt Elke Sunder (40), die einen Kirchenführer über die St. Dionysius-Kirche geschrieben hat. Erschienen ist er in der Reihe "Westfälische Kunststätten", die mit der Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert erstmals ein Dortmunder Baudenkmal vorstellt.

Drei Jahre lang hat Elke Sunder, die beim Ev. Erwachsenenbildungswerk eine Ausbildung zur Kirchenführerin absolviert hat und ihre Kenntnisse an Besucher in St. Dionysius weitergibt, Zeitzeugen befragt und Archive durchforscht.

Dabei hinterfragte sie auch kritisch viele Überlieferungen. "Ich wollte die Fakten herausfinden. Vieles wird einfach gesagt und dann von anderen übernommen", erläutert die Verwaltungsangestellte. So konnte sie die überlieferte Verwendung von Steinen des mittelalterlichen Dortmunder Rathauses beim Wiederaufbau der Kirche nach dem 2. Weltkrieg belegen. Des Weiteren ergaben sich neuere Erkenntnisse über den historischen Taufstein, einen Abendmahlskelch, der sich als sehr selten und wertvoll herausstellte, und Bezüge zum ehemaligen Dortmunder Dominikaner-Kloster. "Ich merke auch bei meinen Kirchenführungen, dass viele Leute nicht wissen, was sie hier für eine tolle Kirche haben", erzählt die Dernerin. Mit der Broschüre möchte sie auch Daten über die Kirche der Nachwelt erhalten, denn z.B. sind die Inschriften von Grabsteinen auf dem Kirchhof teilweise nicht mehr lesbar.

Der 26-seitige Kunstführer mit vielen Informationen und Farbfotos wird zum Selbstkostenpreis von 2,50 angeboten. Die Autorin hofft, dass er viel Interesse an der Dorfkirche und ihrer wechselvollen Geschichte weckt. Die Gemeinde würde sich freuen, wenn möglichst viele Leser den günstigen Kaufpreis zum Anlass nehmen, sich für den Erhalt der Kirche durch Spenden zu engagieren. u.b.

"St. Dionysius zu Kirchderne", Westfälische Kunststätten - Heft 105, Westfälischer Heimatbund Münster, 2007. Das Heft ist in der Kirche und im Buchhandel erhältlich. Wer noch mehr über die Kirche und Derne wissen möchte, der kann den großen Band von H.W. Heick zum vorweihnachtlichen Sonderpreis von 15 für die Normalausgabe erwerben.

Lesen Sie jetzt