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Schwere Zeiten für das Cabaret Queue

DORTMUND Das Cabaret Queue in Dortmund-Hörde hat sich seit 23 Jahren als Kleinkunst-Institution über die Stadtgrenzen hinaus etabliert. Nun scheint der Standort zu wanken.

von Von Heike Thelen

, 21.11.2007
Schwere Zeiten für das Cabaret Queue

Auf wackeligen Beinen: Georg Delfmann und Fred Ape versuchen mit aller Kraft, das Cabaret Queue zu halten.

Über die Gründe sprechen Georg Delfmann und Fred Ape, beide Gesellschafter von Cabaret Queue Entertainment.

Wie läuft die aktuelle Saison? Ape: Im August sorgten Lioba Albus, Andrea Badey und Franziska Mense-Moritz mit ihrer Frauenpower für ein bomben volles Haus. September und Oktober gab es einen riesen Einbruch, so dass wir sogar drei Veranstaltungen absagen mussten. Und das Weihnachtsprogramm wird nun wieder alles rausreißen.

Woran lag die Flaute? Delfmann: Mit Sicherheit ist das Geld weniger geworden. Auch die jahrelange Baustelle für den geplanten Phoenixsee trägt ihren Teil dazu bei. Wenn man an der Stiftskirche steht, glaubt man doch nicht, dass es hier noch weitergeht. Außerdem ist der Ruf des Stadtteils nicht der beste.

Sind viele Besucher vielleicht auch kabarettmüde? Ape: Die Verflachung der Medien mit billigen Comedy-Shows trägt bestimmt auch ihren Teil dazu bei, dass die Experimentierfreude der Kabarettbesucher abgenommen hat. Wegen der Masse an schlechter Comedy im Fernsehen trauen sie dem Veranstalter nicht mehr zu, noch die richtigen Zuckerstücke zu kriegen. Dabei bieten wir ein hochklassiges Programm.

Sind die Preise für Karten mit 13 bis 20 Euro zu hoch? Delfmann: Nein, das sind die Preise, die wir als nicht subventioniertes Haus nehmen müssen. Gewinne aus den gastronomischen Einnahmen muss ich auch bei vollem Haus zupumpen, und weniger gut besuchte Veranstaltungen müssen mit den Gewinnen aus Publikumsrennern ausgeglichen werden. Das geht aber nicht mehr lange gut so.

Was heißt das? Ape: In den nächsten Monaten muss etwas passieren, sonst hat Georg Delfmann das Cabaret Queue in der bestehenden Form die längste Zeit geleitet. Das Programm von Cabaret Queue Entertainment läuft auf jeden Fall weiter mit Veranstaltungen wie dem Politischen Kabarett 2008 in der Rohrmeisterei Schwerte, im PZ Hombruch und im Fritz-Henßler-Haus. Aber wir werden um das Cabaret Queue kämpfen. Wie, wird noch nicht verraten.

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