Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Das ist los beim bunten Fest in der Innenstadt

Dortbunt-Festival: Programm und Kritik

Das Dortbunt-Programm ist umfangreich und erreicht sein Ziel: die Vielfalt Dortmunds in den Vordergrund zu stellen. Auf die Kritik im Vorfeld haben die Veranstalter reagiert – aber wie genau, das verraten sie nicht.

DORTMUND

29.04.2018
Das ist los beim bunten Fest in der Innenstadt

Einige der Organisatoren des Dortbunt-Festivals mit Schirmherr und Oberbürgermeister Ullrich Sierau (5.v.l.) im Rathaus. © Tilman Abegg

Das dritte Dortbunt-Stadtfest am 5. und 6. Mai (Samstag und Sonntag) wird wieder eine große Sause für Frieden und Vielfalt: Für 17 Orte innerhalb des Wallrings und vor dem U-Turm hat das rund 60-köpfige Organisationskommitee aus Veranstaltern, Institutionen, Vereinen und städtischen Mitarbeitern sehr unterschiedliche Bühnen-, Spiel- und Informationsprogramme zusammengestellt.

Am Freitag im Rathaus stellten rund 30 Beteiligte das Programm vor. Einige Beispiele:

  • Die Musik startet am Samstag (5. 5.) um 11 Uhr auf der Musikschulbühne (13).
  • Im Brückviertel gibt es zusätzlich zum angekündigten Standort vor dem Konzerthaus (12) drei weitere Orte, an denen Musiker spielen.
  • An der Hansastraße (4) klingelt am Samstag ab 17 Uhr die DEW21-Bühne, Hauptband sind um 21 Uhr die Idiots.
  • Am Sonntag beginnt die Bühne um12 Uhr mit dem Kinderzirkus Fritzantino, danach gibt es Musik bis 18 Uhr.
  • Glockengeläut der Innenstadtkirchen begleitet die offizielle Eröffnung des Sonntags (6. 5.) um 12 Uhr auf dem Friedensplatz (1). Das „Friedensgebet der Religionen“ trägt dabei den Festivalgedanken weiter.
  • Auf Hansastraße (4) und Hansaplatz (5) gibt es am Sonntag Informationen in Hülle und Fülle. Viele Vereine des Stadtsportbunds zeigen ihre Angebote. Büros und Projekte des Bereichs Bürgerinteressen und Zivilgesellschaft der Stadt informieren über ihre Arbeit, ebenso Hilfsorganisationen, Wohlfahrtsverbände und weitere Initiativen.
  • Familien sollten vielleicht am Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr im Stadtgarten vorbeischauen – mit Wickelstation und Buggy-Parkplatz.
  • Die Pink-Floyd-Coverband „Mark Gillespie’s Kings of Floyd“ spielt um 17.30 Uhr am Sonntag auf dem Friedensplatz (1) – auch als Einstimmung auf die Pink-Floyd-Ausstellung ab 14. September im U-Turm.
  • BVB-Fans fühlen sich wahrscheinlich am Sonntag von 13 bis 18 Uhr auf dem Alten Markt wohl. Mit Maskottchen Emma, Talkrunden, BVB-Songs und Sängerin Jo Marie Dominiak.
  • Der angekündigte Streetfood-Markt am Samstag vor dem U-Turm fällt aus.

Das ist los beim bunten Fest in der Innenstadt

© Mols, Christin

Im vergangenen Jahr hatte es seitens vieler Musiker Kritik an Dortbunt gegeben, weil die Gagen bzw. Aufwandsentschädigungen je nach Bühne stark unterschiedlich und teilweise sehr gering ausfielen, manchmal waren es offenbar nur ein paar Euro Benzingeld. Ein Festival, argumentierten sie, das der Stadt zu weiterem Ansehen verhilft, sollte die Musiker als Hauptakteure auch besser bezahlen.

Auf Anfrage dieser Redaktion, ob das in diesem Jahr anders geregelt sei, sagte Hans-Werner Rixe vom Eventmanagement der beteiligten Dortmund-Agentur bei dem Pressetermin am Freitag, dass es Sache der jeweiligen Bühnenbetreiber sei, Sponsoren für die Gagen der Musiker zu finden.

„Fest ist es ein sehr solidarisches, gemeinsames Format“

Dort, wo keine Sponsoren im Spiel seien, werde den Musikern eine Aufwandsentschädigung gezahlt. Das sei im Beirat des Festivals diskutiert worden. Die Höhe der Aufwandsentschädigung wurde allerdings nicht bekannt gegeben.

Viele vorangehende Gespräche dieser Redaktion mit Beteiligten legen den Schluss nahe, dass es etwa 100 Euro pro Musiker sind – und damit noch lange keine akzeptable Gage. Das müsse es bei diesem Festival aber auch nicht sein, sagte Horst Hanke-Lindemann, der die Bühne hinter der Petrikirche bespielt: „Dieses Festival erfüllt einen wichtigen Sinn.“

Schirmherr und Oberbürgermeister Ullrich Sierau ergänzte: „Es gibt eine große Nachfrage, sich an diesem Programm zu beteiligen. Dieses Fest ist es ein sehr solidarisches, gemeinsames Format, mit dem alle einen Ansporn verbinden.“

Hier gibt es das komplette Programm zum Download.

Lesen Sie jetzt

Musiker in Dortmund

Konzerte werden weniger und immer schlechter bezahlt

Von der Musik leben können in Dortmund immer weniger Menschen: Auftrittsmöglichkeiten nehmen ab, die Veranstalter zahlen immer weniger Geld, das Publikum hat einen immer größeren Igel in der Tasche. Einige Von Tilman Abegg

Lesen Sie jetzt