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Welche Droge passt zu mir?

20.11.2007

Hanna ist 40, lebt in einem entzückenden Jugendstilhaus zusammen mit ihrem Ingenieursgatten und einem 7-jährigen Sohn. Doch Hanna scheitert an den Erwartungen, die ihr Umfeld an sie stellt. Nur mit Drogen gelingt es ihr, wie vorgesehen zu funktionieren, Mann und Kind zu lieben - in ihrer Wahrnehmung machen Drogen schlank, mutig und stark. "Drogen nehmen wir nicht für uns, sondern für die anderen", klärt Hanna ( Bettina Stöbe , Foto) ihr Publikum auf - zu erleben beim Theaterstück "Welche Droge passt zu mir?" am Wochenende im Café des Fletch Bizzel.

Für die Zuschauer ergibt sich eine Situation wie bei einem Vortrag. Achtzig Minuten lang wirbt Hanna für ein besseres Leben mit chemischen Helfern, zitiert den römischen Philosophen Seneca, um ihre Privatphilosophie zu untermauern. "Erst wirkt es wie eine Werbeveranstaltung für Drogen, dann merkt man, dass diese Frau einen an der Waffel hat", sagt Stöbe, die das 2003 uraufgeführte Eine-Frau-Stück von Kai Hensel (Autor u.a. von "Klamms Krieg") über eine Besprechung im "Ärzteblatt" entdeckt hat. Dem Zuschauer, sagt Regisseurin Beate Wieser, bleibe das Lachen im Halse stecken.

23./24.11., 20.30 Uhr, Theatercafé im Fletch Bizzel, Humboldtstr. 45, Karten 13 (erm. 8 )

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