Dortmunder Philharmoniker feiern "Heimkehr" mit Brahms

Solist Lars Vogt

Nach zehn Philharmonischen Konzerte zum Thema "Fremde Heimat Klänge" haben die Dortmunder Philharmoniker im Konzerthaus Dortmund die erste Saison ihres neuen Generalmusikdirektors Gabriel Feltz beendet. Das reine Brahms-Programm trug den Titel "Heimkehr".

DORTMUND

, 04.06.2014, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lars Vogt begeisterte das Publikum.

Lars Vogt begeisterte das Publikum.

Das kam an beim Publikum, ebenso wie der renommierte Solist Lars Vogt. Das erste Klavierkonzert von Brahms spielte der 44-jähriger Dürener mit viel Vehemenz, anfangs auch mit viel rechtem Pedal. Dass dies eigentlich eine Sinfonie mit obligatem Klavier ist, machte der Chinese Muhai Tang am Pult deutlich, ließ das Orchester in den Ecksätzen aufbrausend, kraftvoll und emotional spielen und stellte ein sehr schön flächig musiziertes Adagio in den Mittelpunkt. Vogt machte dieses Porträt von Clara Schumann zum sehnsuchtsvollen, melancholischen Lied ohne Worte. Mit einem Walzer von Brahms als Zugabe dankte der Pianist, dessen Technik, Ausdruckskraft und Sinn für Farbschattierungen imponierte.Intensiver Klang

Brahms' zweite Sinfonie, 20 Jahre nach dem Klavierkonzert komponiert, dirigierte Tang auswendig, mit einem vorzüglichen Kontakt zu allen Instrumentengruppen und noch intensiver. Unaufgeregt ruhig und mit riesiger Intensität ließ er Klänge fließen und aufblühen. Seine sehr schlüssige, stringente Interpretation steuerte überaus spannungsvoll auf das kraftvoll herausgespielte Finale zu.Brahms liegt den Philharmonikern

Brahms liegt den Dortmunder Philharmonikern und dass sie mit ihrem neuen Chef in dieser Saison gut am Klang gearbeitet haben, hörte man auch in diesem Konzert.

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