Ein Thomas Müller von 50 000

Regisseur traf Nationalspieler

Etwa 50 000 Männer in Deutschland heißen Thomas Müller. Doch die Deutschen interessieren sich im Moment nur für einen davon: den Nationalspieler. Der Regisseur Christian Heynen hat ihn für den Film "Wer ist Thomas Müller?" getroffen und sagt: "Das ist ein smarter Typ."

DORTMUND

, 29.06.2014, 22:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Der Film "Wer ist Thomas Müller?", der im Herbst im Fernsehen zu sehen sein wird, ist kein Sportler-Porträt. Es handelt sich um eine 87-minütige, sehr amüsante Recherche über den Durchschnittsdeutschen. Der ist laut Statistik 43 Jahre alt, 1,78 Meter groß, wiegt mit 83,4 Kilogramm etwas zu viel und heißt Thomas Müller. Regisseur und Autor Heynen besuchte also für seinen Film diverse Herren dieses Namens - auch den Torjäger mit der Rückennummer 13. "Das war eine Odyssee, ihn persönlich zu erreichen", erinnert sich Heynen. "Als wir ihn dann sprechen konnten, fand er das Projekt interessant und witzig."Spaziergang an der Isar

Am Rande des Länderspiels Deutschland-Kasachstan, in einem Münchener Café und bei einem Bummel entlang der Isar sprachen der Filmemacher (41) aus Wermelskirchen und der Fußballer (24) aus Weilheim/Oberbayern miteinander. "Das war wirklich zum Schmunzeln", erzählt Heynen. "An der Isar trugen wir völlig unabgesprochen beide schwarze V-Pullis und sahen aus wie Klone." Als "authentisch" empfand Heynen den Stürmer des FC Bayern. "Er ist geradlinig und spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist." Müller sei ein "fröhlicher Typ, der Spaß haben will". So zwinkerte der Sportler auch mal in die Kamera oder ließ sich in einem Café vor einer originellen Tassen-Tapete ablichten. Ein Durchschnittsdeutscher ist dieser Thomas Müller (1,86 Meter/74 Kilo) wahrhaftig nicht - aber er betont glaubhaft, dass er "so normal wie möglich" geblieben ist.Im Herbst im Fernsehen

Dass die Dokumentation schon am 20. März in die Kinos kam und inzwischen dort kaum noch läuft, findet der Fußballfan Heynen selbst bedauerlich: "Aber wird ja im Herbst in der ARD zu sehen sein, dann gucken hoffentlich viele Menschen." Die DVD kommt in den nächsten Wochen auf den Markt.

Übrigens sagt den besten Satz im Film nicht der Fußballer Thomas Müller, aber immerhin ein Namensvetter aus Bayern: "Wenn man schon Müller heißt, dann ist der Thomas auch Wurscht."

 

 

 

 

 

Der Film läuft im Cinema Wuppertal, Berliner Straße 88 am 18. und 22. Juli, Tel. (0202) 260 43 10. Der Sendetermin in der ARD steht noch nicht fest.

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