Eine Höhle kann die Hölle sein

"Sanctum" im Kino

Ein Höhlensystem im Dschungel von Papua-Neuguinea, überflutet, riesengroß und unkartiert. Es elektrisiert alle Höhlentaucher. Kein Mensch ist je ins Innere des Labyrinths vorgedrungen. Bis Amerikaner es wagen. "Sanctum" ist ein Film, der den Zuschauer teilhaben lässt am Kitzel des Unentdeckten.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 26.04.2011, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Sanctum" bietet spektakuläre Unterwasser-Bilder.

"Sanctum" bietet spektakuläre Unterwasser-Bilder.

Zu schaurig-schönen 3D-Bildern (eingefangen mit der Ausrüstung von Produzent James Cameron) tauchen wir ab in unterirdische Grotten, mächtige Kathedralen. "Nach wahren Begebenheiten" steht auf der Leinwand. Tatsächlich gehörte Co-Autor Andrew Wight zu einer Höhlenexpedition, die tagelang abgeschnitten war, bevor sie gerettet wurde.Die Unterwasserhöhle wird zur Falle

Zu glatt für Hollywood, wo man ein anderes Motto hoch hält: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um! Zuerst sieht alles nach einem prickelnden Abenteuer aus: Das Intro macht uns mit einem reichen Amerikaner (Ioan Gruffud) bekannt, der die Expedition in Neuguinea finanziert. Er beschwatzt sogar seine Verlobte, mit in die Tiefe zu steigen. Im Basislager wartet Expeditionsleiter Frank (Richard Roxburgh), ein harter Hund. Als ein Wirbelsturm Regengüsse bringt, eskaliert die Lage: Die Höhle wird zur Falle. Batterien, Seile, Pressluft greifen und dem Weg des Wassers folgen!Finsternis ist der ultimative Schrecken

Stück für Stück zieht der Film (Regie: Alister Grierson) die Daumenschrauben an. Menschen schwächeln, Batterien auch. Finsternis ist der ultimative Schrecken. Ein wirkungsvoller, darwinistischer Thriller: Nur die Harten sehen den Garten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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