Einigung mit RWE: DEW21 übernimmt altes Kraftwerk an der Weißenburger Straße

Wärmeversorgung

In der gesamten Innenstadt baut DEW21 für eine klimafreundlichere Wärmeversorgung. Damit aber auch an kalten Tagen alle heizen können, hat der Versorger nun das alte Kraftwerk gekauft.

Nordstadt

, 01.08.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) übernimmt ab Sommer 2020 das Gelände des Kraftwerks Dortmund an der Weißenburger Straße. Anfang Juli einigten sich das Unternehmen und der jetzige Betreiber RWE auf den Kauf des 2,5 Hektar großen Geländes. Über die Summe wurde stillschweigend verhandelt.

An der Weißenburger Straße soll bis 2022 die dritte Energiezentrale in der Innenstadt errichtet werden. Zwei weitere befinden sich derzeit noch im Bau an der Adlerstraße sowie auf dem Betriebsgelände Lindenhorst. Sie sollen im Herbst fertig werden. Da der Umbau auf dem Kraftwerksgelände erst im Sommer 2020 beginnen, ist laut DEW21-Pressesprecherin Jana-Larissa Marx noch nicht abzusehen, welche Bauabschnitte es geben wird.

Wärme soll für den Notfall gespeichert werden

Die Energiezentralen will DEW21 als Notlösung nutzen, falls Abwärmequellen der Deutschen Gasrußwerke ausfallen oder es besonders kalte Tage gibt. In Erdgaskesseln speichert der Versorger die Wärme ein. Es ist der nächste Schritt für die Umstellung auf eine klimafreundlichere Wärmeversorgung in der Stadt. Zukünftig sollen 45.000 Tonnen CO2 eingespart werden können, was dem Ausstoß von 30.000 Autos entspricht.

Das alte Kraftwerk wird von RWE Generations Ende September 2022 außer Betrieb genommen und anschließend in Teilen zurückgebaut. Momentan wird es mit vier gasbefeuerten Kesselanlagen betrieben.

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