Enkel bewahrt den Nachlass

DORTMUND Den Nachlass von Bunk verwaltet der Dortmunder Dr. Jan Gerard Boecker . Julia Gaß sprach mit dem 42-Jährigen.

von Von Julia Gaß

, 06.01.2008, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Jan Boecker pflegt das Musik-Archiv von Bunk. Gaß</p>

<p>Jan Boecker pflegt das Musik-Archiv von Bunk. Gaß</p>

Spielen Sie auch Orgel?

Boecker: Ich hatte ein Jahr Unterricht und habe Klavier gespielt. Mir war klar, dass ich an diesen Großvater nicht herankommen konnte. Ich wollte kein schlechter Konzertpianist werden und habe lieber Musikwissenschaft in Münster studiert.

Mit dem Ziel, über Bunk zu promovieren?

Boecker: Ich kenne sein Leben und Werk am besten. Ich wollte aber keine Familiengeschichte schreiben. Die objektive Sicht musste ich mir erst erarbeiten. In meinem Buch "Die Orgel störrisch, aber gemeistert" steht der Mensch Bunk nicht im Mittelpunkt. Dafür gibt es die Autobiografie "Liebe zur Orgel" und die Biografie von Rudolf Schroeder. Leider nur noch antiquarisch.

Lange war Bunk etwas vergessen, jetzt rückt er wieder in den Blickpunkt.

Boecker: Es freut mich, dass Reinoldikantor Klaus Müller die Orgelfeierstunden wieder eingerichtet und Bunk auf CD eingespielt hat. Im Kulturhauptstadtjahr ist geplant, dass die Dortmunder Philharmoniker Bunk im Konzerthaus spielen. Jac van Steen ist da sehr aufgeschlossen, er ist ja auch Holländer wie mein Großvater.

Der Nachlass ist verstreut, u.a. in Kamen, Dortmund, Hagen. Wollen Sie ihn nicht zusammengefasst an einem Ort aufbewahren lassen?

Boecker: Es wäre schön, wenn alles im Dortmunder Stadtarchiv untergebracht würde. Ich will die Noten, die meine Großmutter ans Westfälische Musikarchiv Hagen gegeben hat, mit den anderen Dingen zusammenführen. www.gerardbunk.de

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