Ermittlungen gegen Attila Hildmann ausgeweitet

Verschwörungstheorien

Es soll erneut um Äußerungen von Attila Hildmann in einem Internetkanal gehen. Die Brandenburger Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen gegen den Kochbuchautor Attila Hildmann ausgeweitet.

Berlin

23.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Attila Hildmann führte die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen an.

Attila Hildmann führte die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen an. © picture alliance/dpa

Die Brandenburger Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen gegen den Kochbuchautor Attila Hildmann ausgeweitet. „Wegen der öffentlichen Androhung von Straftaten haben wir Anzeige von Amts wegen aufgenommen“, teilte die Polizei am Montag per Twitter mit. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt habe die Ermittlungen übernommen.

Dabei soll es erneut um Äußerungen Hildmanns in einem Internetkanal gehen. Zur Frage, ob Hildmann sich antisemitisch oder volksverhetzend geäußert hat, schrieb die Polizei: „Die Prüfungen im Zusammenhang mit Attila Hildmann sind noch nicht abgeschlossen.“

„Zionistisches Regime unter Merkel“

Der Kochbuchautor reagierte am Montag umgehend auf den Tweet der Brandenburger Polizei und sagte, er sei gespannt, welche Straftat er angedroht habe, wie die „Märkische Allgemeine“ berichtet.

In Hildmanns Telegram-Kanal war zuletzt immer wieder von einem geplanten Völkermord durch Impfungen gegen das Coronavirus und von einem „zionistischen Regime unter Merkel“ und Bill Gates die Rede. Zudem schimpfte der Verfasser über die Medien und deren Berichte über ihn, betonte aber auch, er nehme kein Wort zurück.

In den vergangenen Wochen hatte Hildmann mehrfach Demonstrationen und Autokorsos gegen die Corona-Einschränkungen organisiert.

Lesen Sie jetzt