Erneute Aussprache: Großer Fan-Frust beim VfL Bochum

Niederlage in Fürth

Der VfL Bochum verliert sein Auswärtsspiel bei Greuther Fürth mit 1:3. Nach der Partie kommt es zu einer emotionalen Aussprache zwischen Spielern und Fans.

Bochum

, 08.12.2019, 20:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erneute Aussprache: Großer Fan-Frust beim VfL Bochum

Für Saulo Decarli und Manuel Riemann lief es im Spiel gegen Fürth nicht rund. © picture alliance/dpa

Fast 20 Minuten lag der Abpfiff bereits zurück, da verließen auch die letzten Spieler des VfL Bochum den Rasen im Fürther Ronhof. Teile der knapp 500 mitgereisten Fans forderten nach der 1:3-Niederlage am Samstag wieder einmal eine Aussprache – stellvertretend für die Mannschaft übernahm sie erneut Torhüter Manuel Riemann. Begleitet wurde er von einigen Mitspielern und Trainer Thomas Reis. Andere Teamkollegen waren schon lange zuvor in den Katakomben verschwunden.

Auch sie könnten gemeint gewesen sein, als Riemann anschließend davon sprach, dass der VfL im Abstiegskampf eine Einheit bilden müsse: „Die Fans haben Angst um den Verein. Aber es bringt nichts, wenn wir uns nach jeder Niederlage angiften, einige von uns beleidigt weglaufen, weil sie unter der Gürtellinie angegriffen werden, und vieles gegeneinander läuft.“

Fürths größerer Siegeswille

Der Grund für die Unzufriedenheit der Fans war eine erneut enttäuschende Vorstellung ihrer Mannschaft. In einer schwachen Zweitligapartie belohnten sich die Hausherren schon nach 17 Minuten für etwas mehr Offensivdrang und nutzten eine Fehlerkette in der VfL-Defensive zum 1:0. Die Gäste kamen zwar nach 70 Minuten zum Ausgleich, doch den ausgeprägteren Siegeswillen hatten die Fürther, die in der Schlussphase gleich doppelt trafen.

Angesichts solcher Rückschläge klingt Riemanns Einschätzung realistisch: „Es wird für uns bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt gehen.“ Erst drei Saisonsiege stehen bislang auf der Habenseite beim VfL, der damit auf Platz 14 steht. Die Hinserie endet am kommenden Freitag mit einem Heimspiel gegen Hannover 96. Den Niedersachsen, die ebenfalls im Tabellenkeller stecken, gelang am Wochenende mit einem 3:2 gegen Erzgebirge Aue ein kleiner Befreiungsschlag.

VfL weiter im Tabellenkeller

Nach den Spielen am Sonntag bleiben der FC St. Pauli (0:1 in Regensburg), Dynamo Dresden (1:1 gegen Sandhausen) und Wehen Wiesbaden (0:0 gegen Darmstadt) weiter die Mannschaften, die der VfL hinter sich lassen muss. Das gilt auch für den 1. FC Nürnberg, der den Spieltag am Montag mit einem Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart beendet.

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