Experten erkunden Bergbaustollen an der A40 in Essen

Sperrung möglich

Straßen.NRW untersucht ab der kommenden Woche einen alten Bergbaustollen in direkter Nähe zur vielbefahrenen Autobahn 40 in Essen.. Nach der Auswertung alter Bergbaukarten hält der Landesbetrieb es für möglich, dass einsturzgefährdete Hohlräume unter die Autobahn ragen und verfüllt werden müssen.

Essen

09.04.2014, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Autobahn A4 in Essen.

Autobahn A4 in Essen.

Das teilte Straßen.NRW am Mittwoch mit.  «Wir wissen, dass ein Schacht da ist, aber nicht wo er liegt und wie sicher er ist», sagte Projektleiter Frank Theißing. 

Schacht soll im 19. Jahrhundert verfüllt worden sein Laut alter Protokolle soll der Schacht in 56 Metern Tiefe liegen und bereits nach Stilllegung im 19. Jahrhundert verfüllt worden sein. Ob diese Angaben stimmen und wo genau der Stollen verläuft, wollen Experten mit Erkundungsbohrungen herausfinden. Sollte eine weitere Absicherung des Schachts notwendig sein, sei eine Sperrung der Autobahn in Fahrtrichtung Dortmund nicht ausgeschlossen. Für diesen Fall sind bereits Umleitungsschilder vorbereitet, die kurzfristig zum Einsatz kommen.

Ende des Jahres 2013 hatte ein einsturzgefährdeter Bergbaustollen unter den Gleisen in der Nähe des Essener Hauptbahnhofs wochenlang den Zugverkehr im Ruhrgebiet ausgebremst. Bis die Hohlräume mit Beton verfüllt waren, durften Züge darüber nur Schritttempo fahren oder wurden ganz umgeleitet.

Im Januar war die Autobahn 43 bei Witten teilweise gesperrt worden. Das hatte zu langen Staus auch auf den Umleitungsstrecken geführt.  Jeden dritten Tag reißt statistisch gesehen jeden Tag in NRW irgendwo ein Loch im Boden auf. 2011 verschwanden drei Autos in einem Loch in Essen-Frillendorf. Grundsätzlich ist eher das südliche Revier von Tagesbrüchen bedroht. Als Grenze gilt die B1/A40. Weiter nördlich davon lag die Kohle einfach zu tief. 

Von dpa

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