Gasflaschen könnten schwere Explosion in Wohnhaus ausgelöst haben

Einsturzgefahr

Bei einer schweren Explosion in einem Wohnhaus in Oer-Erkenschwick sind vier Menschen verletzt worden. Fünf Häuser in der Nachbarschaft wurden geräumt. Jetzt gibt es erste Erkenntnisse.

Oer-Erkenschwick

18.12.2019, 07:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gasflaschen könnten schwere Explosion in Wohnhaus ausgelöst haben

Nach der Explosion in einem Wohnhausin Oer-Erkenschwick geht die Feuerwehr davon aus, dass die Bewohner bei der Detonation nicht im Gebäude waren. © picture alliance/dpa

Die Explosion in einem Wohnhaus in Oer-Erkenschwick im Ruhrgebiet könnte von Gasflaschen im Keller ausgegangen sein. „Es ist nicht auszuschließen, dass eine davon explodiert ist“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Der Netzbetreiber schließt eine technische Störung in seinem System nach Angaben der Feuerwehr aus.

Haus gilt als einsturzgefährdet

Was genau passiert sei und was die Detonation letztlich ausgelöst habe, sei aber Gegenstand weiterer Ermittlungen. Einsatzkräfte hatten sich am Mittwoch ein erstes Bild der Lage gemacht. Das Haus gilt als einsturzgefährdet und vorerst unbewohnbar. Es war noch bis tief in Nacht von Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks gesichert worden.

Eine Hundestaffel habe keine Menschen finden können, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Man gehe deshalb weiter davon aus, dass drei zunächst vermisste Bewohner zum Zeitpunkt der Detonation nicht zuhause waren. Sie leben in der Wohnung, in der sich die Explosion am Dienstagnachmittag (17.12.) ereignete.

Gasflaschen könnten schwere Explosion in Wohnhaus ausgelöst haben

Das Haus wurde vom Technischen Hilfswerk gesichert. © picture alliance/dpa

Insgesamt fünf weitere Häuser geräumt

Fünf Bewohner aus dem ersten und zweiten Geschoss des Hauses wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht oder konnten das Gebäude selbst verlassen. Unter ihnen waren vier Leichtverletzte, davon zwei Kinder, wie der Feuerwehrsprecher sagte.

Drei umliegende Häuser und zwei gegenüber liegende Gebäude wurden laut Onlineportal Vest24 geräumt. 30 Menschen hätten ihre Wohnungen verlassen müssen, 27 seien bei Verwandten untergekommen, drei wurden in einem Hotel untergebracht.

In ein Wohnhaus sollen die Bewohner am Mittwoch zurückkehren dürfen. In Bezug auf die anderen beiden Gebäude muss das Bauamt entscheiden.

dpa/kar

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