Fall Maddie: Ermittler prüfen heiße Spur zum Fall René

Kriminalität

Im Fall Maddie gibt es möglicherweise eine weitere Spur. Ermittler prüfen eine Verbindung zum Fall des verschwundenen René Hasee aus Elsdorf. Er verschwand elf Jahre vor Maddie – ebenfalls an der Algarve.

Elsdorf

06.06.2020, 17:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Appartementkomplex in Praia da Luz an der portugiesischen Algarveküste, aus dem Madeleine McCann (Maddie) am 3. Mai 2007 verschwand.

Der Appartementkomplex in Praia da Luz an der portugiesischen Algarveküste, aus dem Madeleine McCann (Maddie) am 3. Mai 2007 verschwand. © picture alliance/dpa

13 Jahre nach dem Verschwinden der damals dreijährigen Maddie McCann gilt Christian B. als Hauptverdächtiger – und es kommen immer neue Details ans Licht. Wie der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtet, prüfen die Ermittler nun offenbar auch Parallelen zum Fall des verschwundenen René Hasee aus Elsdorf.

Der damals sechsjährige Junge war 1996 im Nachbarort von Praia da Luz verschwunden – bis heute fehlt von ihm jede Spur. René war dem Bericht zufolge verschwunden, als seine Mutter und ihr Lebensgefährte ihn kurz am Strand aus den Augen gelassen hatten.

Polizei meldet sich bei Familie

Fast 20 Jahre später meldete sich nun allerdings am Freitag ein Ermittler des Bundeskriminalamts bei der Familie. Renés Vater Andreas Hasee sagte dem „Stadtanzeiger“, er hoffe, dass er nun womöglich bald Gewissheit über das Schicksal seines Sohnes haben werde. Er glaube aber nicht, dass René noch am Leben sei.

Christian B. lebte zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve. Jahrelang pendelte er zwischen Deutschland und Portugal. Die Ermittler prüfen derweil einen weiteren Zusammenhang: Sie befürchten, dass Christian B. auch mit dem Verschwinden der kleinen Inga aus Stendal (Sachsen-Anhalt) zu tun haben könnte.

RND

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