Feuer in Mehrfamilienhaus: 26-Jähriger festgenommen – War es ein heimtückischer Mordversuch?

Brandstiftung in Hamm

Heimtückisch soll ein 26-jähriger Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Hamm am Freitag (8.2.) versucht haben, seine Nachbarn zu ermorden. Am Montag wurde er festgenommen.

Hamm

, 11.02.2020, 16:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Feuer in Mehrfamilienhaus: 26-Jähriger festgenommen – War es ein heimtückischer Mordversuch?

Die Polizei nahm in Hamm einen 26-Jährigen fest, dem schwere Brandstiftung und versuchter heimtückischer Mord vorgeworfen wird. © dpa/Archiv

Ein 26-Jähriger soll am frühen Samstagmorgen (8.2.) in einem Mehrfamilienhaus in Hamm ein Feuer vor der Wohnung seiner Nachbarn gelegt haben – offenbar mit der Absicht, sie zu töten. Die Polizei nahm den Mann am Montag fest.

Glücklicherweise konnte das Feuer vor der Wohnungstür unmittelbar nach dem Ausbruch gelöscht werden. Es entstand weder ein Gebäudeschaden, noch wurden Menschen verletzt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Allerdings fanden die Ermittler der Kriminalpolizei Hinweise darauf, dass jemand den Brand vorsätzlich gelegt hatte. Es bestehe der „Verdacht des versuchten heimtückischen Mordes und der versuchten schweren Brandstiftung“.

Feuer war direkt vor der Wohnungstür gelegt worden

Warum die Ermittler diesen schwerwiegenden Vorwurf gegen den 26-Jährigen erheben, konnte Staatsanwältin Sandra Lücke am Dienstagnachmittag aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Allerdings hänge der Vorwurf des versuchen Mordes auch immer mit der „Art und Weise“ zusammen, wie das Feuer bei einer Brandstiftung gelegt werde, erklärte die Staatsanwältin.

In dem Mehrfamilienhaus war das Feuer direkt vor der Wohnungstür gelegt worden, versperrte also einen Fluchtweg. In der Wohnung befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes sechs Menschen. Eine Auseinandersetzung unter Nachbarn habe es direkt vor dem Vorfall nicht gegeben. Allerdings war es wohl auch nicht ständig friedlich im Haus: „Es gab immer mal wieder Streit“, sagte die Staatsanwältin.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern noch an.

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