Forscher aus Hildesheim knackt den schwersten Code des Mittelalters

Geschichte

Das Voynich-Manuskript aus dem Mittelalter gilt als rätselhafteste Handschrift unserer Zeit. Dem Hildesheimer Ägyptologen Rainer Hannig ist nun eine Sensation gelungen.

Hildesheim

18.06.2020, 09:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mann studiert ein Faksimile des reich bebilderten Voynich-Manuskripts aus dem 15. Jahrhundert.

Ein Mann studiert ein Faksimile des reich bebilderten Voynich-Manuskripts aus dem 15. Jahrhundert. © picture alliance/dpa

Das Voynich-Manuskript ist reich illustriert mit Pflanzendarstellungen, Tierkreiszeichen sowie astronomischen und kosmologischen Motiven – und gilt als rätselhafteste Handschrift unserer Zeit. Denn: Die Schrift hat sich bisher allen Entzifferungsversuchen widersetzt. Doch das hat sich jetzt geändert. Wie die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ) berichtet, konnte der Ägyptologe Rainer Hannig vom Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) den Code nun knacken und das Manuskript entziffern.

Der Forscher soll sich demnach schon seit 2017 mit dem Manuskript beschäftigt haben. Seinen Namen hat es durch seinen früheren Besitzer, Wilfrid Michael Voynich, der es 1912 erwarb, bekommen. Heute befindet es sich laut „MAZ“ in einer Bibliothek der amerikanischen Elite-Universität Yale.

Schriftzeichen als Hebräisch identifiziert

Als Erster konnte Wissenschaftler Hannig die Schriftzeichen der Zeitung zufolge nun eindeutig als Hebräisch identifizieren. Sie bestehen demnach aus einer Kombination aus lateinischen Buchstaben, arabischen Ziffern und unbekannten Zeichen. Mithilfe dieser Erkenntnis soll Hannig nun auch schon die ersten Wörter des geheimnisvollen Manuskripts übersetzt haben.

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