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Das Schloss Nordkirchen

​Von der UNESCO als „Gesamtkunstwerk von internationalem Rang“ eingestuft, ist das im 18. Jahrhundert stammende Schloss Nordkirchen eine der wenigen komplett erhaltenen Barockanlagen Deutschlands. Es wird nicht ohne Grund, das „Versailles Westfalens“ genannt, kann man doch allein im Schlosspark ebenso, wie bei dem Vorbild aus Frankreich nahezu eine Checkliste an landschaftarchitektonischen Merkmalen dieser Epoche führen. 1702 vom Münsteraner Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg in Auftrag gegeben, gingen die Bauarbeiten 30 Jahre lang. Der Auftraggeber selbst erlebte die Vollendung seines Traumschlosses nicht mehr, sein Bruder Ferdinand beendete diese offiziell 1734. Das Großprojekt hinterließ jedoch einen gewaltige Schuldenlast, die die von Plettenbergs fast in den Ruin stürzte. Nach dem es im Laufe der kommenden Jahrhunderte deshalb immer wieder den adligen Besitzer wechselte und sich Phasen der Sanierung und des Verfalls abwechselten, mietete 1949 das Land NRW das Schloss Nordkirchen und erwarb es im Jahr 1958. Seitdem ist hier die Fachhochschule für Finanzen des Landes beheimatet.
08.06.2020
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Das Schloss Nordkirchen ist ein Paradebeispiel für ein Wasserschloss des Barock und wurde auch von der UNESCO als "Gesamtkunstwerk von internationalem Rang" ausgezeichnet.© Kallenbach
Auch der Schlosspark ist im Stil des Barock angelegt worden, mit klassischen Statuen und geometrischen Beeten.© Kallenbach
Künstlich angelegte Lauben gehören ebenso zu den klassischen Merkmalen barocker Landschaftsarchitektur.© Kallenbach
Das Gesamtbild, das Schloss Nordkirchen, von der Epoche des Barock zeigt, ist dermaßen stimmig, dass es auch das "Versailles Westfalens" genannt wird. Das weltberühmte Schloss vom Sonnenkönig Ludwig XIV. gilt als Inbegriff des Barock-Zeitalters.© Kallenbach
Innerhalb der Schlossmauern geht es trockener zu, als die malerische Umgebung vermuten lässt. Seit den 1950er Jahren werden hier nämlich die Finanzwirte des Landes NRW ausgebildet.© Kallenbach