Friedrich Merz will offenbar als CDU-Vorsitzender kandidieren

CDU

Er gilt als einer der Kandidaten für die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer. Nun scheint sich Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz auch zu diesem Schritt durchgerungen zu haben.

Berlin

12.02.2020, 18:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Friedrich Merz (CDU), Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU, will für den CDU-Vorsitz kandidieren.

Friedrich Merz (CDU), Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU, will für den CDU-Vorsitz kandidieren. © dpa

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz will sich für den CDU-Vorsitz bewerben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa in Berlin am Mittwoch aus seinem Umfeld. Merz sei entschlossen, zu kandidieren, wisse die Parteibasis hinter sich und fühle sich durch aktuelle Umfragen ermutigt, hieß es.

Spekulationen darüber, er sei bereit, unter einem möglichen Parteivorsitzenden Armin Laschet Wirtschaftsminister zu werden, seien ein theoretisches Szenario, hieß es aus dem Umfeld des 64-Jährigen weiter. Mögliche Posten könnten derzeit noch nicht verteilt werden. Zugleich wurde im Umfeld von Merz betont, er sei offen für eine Mitgliederbefragung, aber nicht für einen bindenden Mitgliederentscheid.

Aus CDU-Kreisen hieß es nach der Ankündigung, in der Partei erwarte man eine einvernehmliche Lösung der Personalfragen und ein Team, das für die nächste Bundestagswahl antrete, nicht Einzelkandidaten.

Merz war Annegret Kramp-Karrenbauer im Rennen um den CDU-Vorsitz nur knapp unterlegen. Als die CDU-Chefin nun bekannt gab, sich vom Parteivorsitz zurückziehen zu wollen und auch nicht für die Kanzlerkandidatur zur Verfügung zu stehen, war der Name Merz einer, der als potenzieller Nachfolger genannt wurde.

AKK: Kanzler-Kandidat soll auch den CDU-Vorsitz übernehmen

Kramp-Karrenbauer hatte am Montag ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur erklärt. Zudem hatte sie angekündigt, sich nicht wieder um den Parteivorsitz zu bewerben. Der Kanzlerkandidat soll nach ihren Vorstellungen auch den CDU-Vorsitz übernehmen. In der Partei gibt es bereits erste Überlegungen für einen Sonderparteitag noch vor der Sommerpause, auf dem ein neuer Parteivorsitzender gewählt und nach Absprache mit der CSU der Kanzlerkandidat bestimmt werden soll.

Neben Merz sind auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Gespräch. Auch CSU-Chef Markus Söder wird genannt. Er hatte aber immer wieder betont, in Bayern bleiben zu wollen.

RND/dpa/das