Frühlingsanfang bringt erst Wärme – und dann Frost

Wetter

Heute beginnt aus meteorologischer Sicht der Frühling. Und auch das Wetter bringt vorerst frühlingshafte Temperaturen mit sich. Ab Ende der Woche wird jedoch ein weiterer Wintereinbruch erwartet.

Hannover

01.03.2021, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Frühling startet mit Wärme, die aber schnell in Frost übergeht.

Der Frühling startet mit Wärme, die aber schnell in Frost übergeht. © picture alliance / dpa

Die erste Frühlingswoche beginnt vor allem im Süden mit milden Temperaturen und viel Sonne. Im Norden werden in den kommenden Tagen weiterhin dichte Nebelfelder am Morgen zu sehen sein – aber auch hier ist es recht warm. Doch auf die milden Temperaturen folgen ab Donnerstag mancherorts wieder Minusgrade. Sogar Schnee sei stellenweise möglich, teilte Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt vom „Wetterkontor“ dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit.

Märzwoche startet mit Frühlingswetter

„Wir haben derzeit das Hoch ‚Jacqueline‘, wodurch sehr feuchte Luft nach Nord- und Ostdeutschland kommt“, so Schmidt. Dadurch entstehen im Moment starke Hochnebelfelder, die die Sonneneinstrahlung über Norddeutschland verhindern. Im Süden kann sich hingegen trockenere Luft durchsetzen. „Da ist es sehr sonnig.“

Der Hochnebel hält sich auch am Dienstag und Mittwoch noch in Küstennähe, löst sich Richtung norddeutsches Tiefland jedoch auf. In Ostdeutschland wird es dann ebenfalls sonniger. Die Temperaturen fallen Anfang der Woche dementsprechend unterschiedlich aus. An den Küsten und in den Nebelgebieten werden vorerst nur einstellige Gradzahlen erwartet, entlang des Rheins hingegen bis zu 15 Grad.

Auch am Dienstag bleiben die Temperaturen dort bei 17 bis 18 Grad. Im Norden hingegen bleibt es etwas kühler bei um die zehn Grad. Dieser Trend setzt sich auch am Mittwoch fort, wobei zur Wochenmitte in weiten Teilen Deutschlands mit viel Sonne zu rechnen ist. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen sechs und 17 Grad.

Kälteeinbruch ab Donnerstag

„Ab Donnerstag kommt die Umstellung“, prophezeit der Meteorologe. „ Da kriegen wir von Westen her Regen rein, vor allem im mittleren Süden. Im Norden wird es dann schon deutlich kühler.“ An der Küste sind dann maximal fünf bis acht Grad zu erwarten, im Süden bleibt es zwar mit Temperaturen von 15 bis 16 Grad milder, dafür ist wechselhafteres Wetter mit Regen zu erwarten.

Der Regen ziehe dann laut Schmidt am Freitag weiter Richtung Alpen: „In den höheren Lagen geht der Regen dann auch in Schnee über.“ Dieser könne Freitagabend sogar bis in die tieferen Lagen fallen. In Mittel- und Norddeutschland bleibt es hingegen sonnig, im Osten seien aber ebenfalls vereinzelte Schneeschauer möglich. Die Temperaturen liegen dann in weiten Teilen des Landes bei um die fünf Grad – in den höheren Lagen kaum über null.

Nachfrost am Wochenende

„Da die kalte Luft dann bei uns bleibt, gilt am Wochenende Nachfrostgefahr“, teilte Schmidt dem RND mit. Stellenweise seien bis zu minus fünf Grad möglich. „Also wer in der letzten Woche bereits seine Blümchen rausgepflanzt hat, die nicht frostsicher sind, sollte die am besten schon am Donnerstag reinholen“, rät der Meteorologe.

Obwohl die kalten Temperaturen für einige überraschend kommen, mahnt der Meteorologe: „Anfang März sind Kälteeinbrüche dieser Art immer wieder zu erwarten und völlig normal zu dieser Zeit im Jahr.“ Nächste Woche wird es dann auch schon wieder milder.

RND

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