Für 100 Dollar in die „Trump Army“ – Wahlkampfteam sammelt Geld zur „Verteidigung der Wahlen“

Wahlen in den USA

Immer mehr Menschen gratulieren dem Demokraten Joe Biden zur US-Präsidentschaft. Donald Trump will die Niederlage nicht akzeptieren. Sein Team sammelt jetzt Geld, um die Wahlen zu verteidigen.

08.11.2020, 18:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Donald Trump will die Niederlage gegen Joe Biden nicht akzeptieren. Sein Team sammelt jetzt Geld, um die Wahlen zu verteidigen. (Symbolbild)

Donald Trump will die Niederlage gegen Joe Biden nicht akzeptieren. Sein Team sammelt jetzt Geld, um die Wahlen zu verteidigen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Während Schwiegersohn Jared Kushner Donald Trump bereits geraten haben soll, das Wahlergebnis anzuerkennen, wollen der 74-Jährige und seine beiden Söhne Donald Jr. und Eric nichts davon wissen. Sie verbreiten weiter das Narrativ der von den linken Demokraten gestohlene Wahl. Beweise für diese Behauptung hat das Trump-Team bislang nicht vorgelegt. Joe Biden ist seit Samstag gewählter Präsident der USA.

Mit einer neuen Kampagne, die Eric Trump in seinem Newsletter bewirbt, sollen nun neue Gelder zur „Verteidigung der Wahlen“ gesammelt werden.

Trump will „Task Force zur Wahlverteidigung“ gründen

Donald Trump braucht frisches Geld, die Prozesse in den Bundesstaaten, wo dem Noch-Präsidenten die Wahlergebnisse nicht passen, könnten sehr teuer werden. Aus dem Grund hat das Trump-Team die „Election Defense Task Force“ ins Leben gerufen – vermeintlich. Denn eigentlich sollen erst einmal 60 Prozent des eingesammelten Geldes aus der „Task Force“ in die Tilgung von angehäuften Wahlkampfschulden gehen.

Aus den Rundmails zur Trump-Kampagne wird man auf eine Internetseite geleitet, wo man unterschiedliche Beträge spenden kann. Bevor man aber zu der Stelle kommt, an der gespendet wird, wird man noch einmal erinnert, wofür man sich hier einsetzt. Präsident Trump brauche für seine „Task Force zur Wahlverteidigung“ nicht weniger als seine „stärksten Verteidiger. Er fordert sie auf, sich zu melden“, steht dort geschrieben. Ab 5 Dollar kann man ein Verteidiger des Noch-Präsidenten werden. Ab 100 Dollar gehört man sogar zur „Trump Army“. Wer schon immer Zugang zur First Family haben wollte, muss dafür 2800 Dollar spenden.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Trump-Team noch einmal Millionen von seinen Anhängern einsammelt. Wie viel Erfolg man am Ende aber mit den Klagen haben wird, das ist noch vollkommen unklar. Selbst bei einer Neuauszählung wäre der Vorsprung von Biden in den wahlentscheidenden Staaten wie Pennsylvania sehr wahrscheinlich zu hoch, um noch einmal die Wahl zu kippen.

RND/fw

Schlagworte: