Die Fußgängerzone in Recklinghausen wird 120 Quadratmeter größer

Umbau des alten Karstadt-Hauses

Die Umbauarbeiten am alten Karstadt-Haus in Recklinghausen gehen voran, das neue Markt-Quartier soll im Mai oder Juni 2021 fertig sein. Die Fußgängerzone in der Altstadt wird etwas größer.

Recklinghausen

von Ralf Wiethaupt

, 21.10.2020, 15:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehr Platz für Fußgänger in Recklinghausen: Die Stelle, an der sich früher der Treppenhausturm von Karstadt befand, muss planungstechnisch umgewidmet werden.

Mehr Platz für Fußgänger in Recklinghausen: Die Stelle, an der sich früher der Treppenhausturm von Karstadt befand, muss planungstechnisch umgewidmet werden. © Oliver Kleine

Die Politiker im Ausschuss für Stadtentwicklung beschäftigen sich am Montag (26.10.) damit, wie künftig die Außenanlagen rund um die einstigen Karstadt-Gebäude in Recklinghausen aussehen sollen. Und einem Bereich von gerade einmal 120 Quadratmetern kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu.

Es geht konkret um die Stelle, an der bis vor gut einem Jahr noch der Treppenturm an der Schaumburgstraße gestanden hat. Dieser nahm eine rund zehn mal zwölf Meter große Fläche in Anspruch, die künftig wieder als Fußgängerzone - hier gilt übrigens wie in der gesamten Altstadt wegen der Corona-Krise eine Maskenpflicht - genutzt werden kann.

Neuer Bebauungsplan in Recklinghausen erforderlich

Doch das ist verwaltungstechnisch ein größerer Aufwand: Denn für die 120 Quadratmeter muss ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Dafür müssen die Planunterlagen öffentlich ausgelegt werden. Ziel ist es, „eine Verkehrsfläche mit der Zweckbestimmung ,Fußgängerzone‘ festzusetzen und für die öffentliche Widmung vorzubereiten“, wie es offiziell heißt.

Damit alles seine Richtigkeit hat, wurde unter anderem eine artenschutzrechtliche Stellungnahme eingefordert, die zu der Einsicht kommt, dass „erhebliche negative Beeinträchtigungen für Tiere und Pflanzen“ nicht zu erwarten sein. Dann steht der „Treppenanlage mit Plateau“, die dort mittelfristig vor den Geschäften im Markt-Quartier entstehen soll, ja nichts mehr im Wege.

Investor will beschädigte Straßen- und Pflasterflächen wiederherstellen

Der Investor des Markt-Quartiers hat auch versprochen, dass die Straßen- und Pflasterflächen, die durch die Bauarbeiten erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurden und werden, wiederherzustellen. Betroffen sind der Altstadtmarkt, das Lampengässchen, die Breite Straße und weite Teile der Schaumburgstraße.

An manchen Stellen wird es zudem Höhenanpassungen geben, um einen möglichst barrierefreien Zugang zum Markt- und Schaumburg-Quartier zu schaffen. An der Herrenstraße wird auch eine kleine Fußgängerzone eingerichtet, in der auch zwei Bäume gepflanzt werden sollen.

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