Livestream vom Unfallort: Gafferin (43) überträgt Polizeiarbeit nach Unfall ins Internet

mlzPolizei

Eigentlich geht es nur um einen Blechschaden. Eine Bagatelle, kaum der Rede wert. Und doch ist die Polizei nach diesem Einsatz sprachlos; zum Glück aber nicht machtlos.

Holzwickede

, 07.04.2020, 13:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gaffer sind mittlerweile zu einem echten Problem geworden an Unfallstellen. Diese Form der Schaulust macht allerdings sprachlos: Eine 43-jährige Frau aus Holzwickede startete am Dienstagmorgen einen Livestream im Internet und filmte dafür die Polizeibeamten bei ihrer Arbeit. Besonders kurios: Die Frau war offenbar selbst eine Unfallbeteiligte.

Halterin erscheint am Unfallort und startete Livestram

Wie die Polizei berichtet, war das Fahrzeug der 43-jährigen Frau auf ein davor geparktes Auto gerollt. Dadurch entstand ein geringer Sachschaden, den die Polizei gleichwohl aufnehmen wollte. Zum Erstaunen der Beteiligten Beamten erschien die Frau am Unfallort – und hatte offenbar nichts Besseres zu tun, als ihr Handy zu zücken und einen Livestream für ein soziales Netzwerk zu starten. Sie filmte die Polizeibeamten bei ihrer Arbeit.

Polizei versucht vergeblich, Aufnahmen zu stoppen

Das ist im Zweifel eine Straftat, wie die Polizei am Mittag mit Verweis auf das Strafgesetzbuch betont. Die Polizisten versuchten denn auch, den Livestream zu unterbinden. Die Holzwickederin blieb dem Bericht zufolge aber völlig unbeeindruckt – und filmte trotz mehrfacher Aufforderung der Polizei, das zu unterlassen, einfach weiter.

Die Polizeibeamten machten dann ihre Arbeit. Der Unfallaufnahme schloss sich eine Anzeige gegen die 43-Jährige an, die sich nun auf ein Strafverfahren gefasst machen muss. Das Strafgesetzbuch (§201) sieht für das Verhalten der Frau übrigens eine Geld- oder Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren vor.

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