Gelungene Romanverfilmung: "Die zwei Gesichter des Januars"

Neu im Kino

Schicksal, Schwäche, Verführung und Verstrickung sind die Eckpfeiler in der gelungenen Verfilmung des Romans "Die zwei Gesichter des Januars", den Regie-Debütant Hossein Amini (Drehbuch zu "Drive") als Film-Noir-Reminiszenz unter Griechenlands Sonne anlegt.

01.06.2014, 15:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Colette (Kirsten Dunst) hat vor allem den eigenen Vorteil im Blick.

Colette (Kirsten Dunst) hat vor allem den eigenen Vorteil im Blick.

Rydal ist dermaßen von Colette fasziniert, dass er dem Paar zur überstürzten Flucht aus dem Hotel verhilft und bei einem Bekannten sogar neue Pässe in Auftrag gibt, mit denen die beiden unter neuer Identität aus Griechenland ausreisen könnten. Die Übergabe der Papiere soll auf Kreta stattfinden. Doch dann passiert ein zweiter tödlicher Unfall, der nun auch Rydal unter Mordverdacht bringt. Elegant gefilmt und packend erzählt, lässt Amini sein Trio in einem Netz zappeln, das aus den starken Fäden der Zwangsläufigkeit gesponnen wird. Wie sich die Maschen um die drei immer enger ziehen, ist zwar nicht großes, aber unterhaltsames, melodramatisches Kino.

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