Gemeinsames Problem lässt Bergkamener Klubs enger zusammenrücken

Fußball

Sie haben das gleiche Probleme und peilen nun eine gemeinsame Lösung an: Der SuS Rünthe und der FC Overberge rücken enger zusammen.

Bergkamen

27.04.2021, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der FC Overberge rückt jetzt näher an den Ortsnachbarn SuS Rünthe heran - was die Nachwuchsarbeit angeht.

Der FC Overberge rückt jetzt näher an den Ortsnachbarn SuS Rünthe heran - was die Nachwuchsarbeit angeht. © Neumann

Noch vor fünf Jahren haben der SuS Rünthe und der FC Overberge in den Bereichen D-Junioren bis Mini-Kicker Mannschaften stellen und auf dieser Basis dann auch die älteren Klasse besetzen können. Doch mittlerweile bricht der junge Nachwuchs weg. Die beiden Nachbarvereine reagieren deshalb.

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Bereits im September 2020 haben sich der FC Overberge und der SuS Rünthe auf Initiative des FC Overberge ein erstes Mal zusammengesetzt, um über die Ansichten der Zukunft des Jugendfußballs der Vereine zu sprechen. Das Problem: Fehlt einmal eine Mannschaft, ist es schwer, diese Lücke wieder zu füllen. Das musste der SuS Rünthe schmerzhaft im A-Juniorenbereich erfahren, der nach zwei Jahren erstmals wieder eine A-Jugend stellt. Aus ihr rekrutieren sich die künftigen Seniorenspieler.

Beide Sportplätze liegen kaum zwei Kilometer auseinander

Corona hat die Situation nicht leichter gemacht mit unregelmäßigem Training und keiner Möglichkeit, mal in die Schulen zu gehen und den möglichen Nachwuchs in Probetrainings für den Sport im Verein zu begeistern. „Unsere Plätze liegen kaum mehr als zwei Kilometer auseinander, da liegt es doch auf der Hand, dass man mal darüber redet, was man machen kann, wenn eine Mannschaft nicht gestellt werden kann“ erklärt Jugendleiter Michael Frieg vom FC Overberge.

Svend-Ake Possiel (l.) vom SuS Rünthe und Michael Frieg vom FC Overberge vereinbarten die Kooperation.

Svend-Ake Possiel (l.) vom SuS Rünthe und Michael Frieg vom FC Overberge vereinbarten die Kooperation. © Wagenknecht

Das sah auch Svend-Ake Possiel vom SuS Rünthe so, als man die ersten Gespräche im vergangenen Jahr aufnahm. Ziel der Treffen war es, früh in der Saison einen Rahmen für eine Zusammenarbeit zu schaffen, Ideen und Meinungen auszutauschen. „Es geht nicht darum, Spieler vom anderen Verein abzuwerben, sondern den Jungs und Mädchen eine Perspektive zu geben - mit Bindung zum Heimatverein.“

Spieler des FC Overberge erhalten ein Zweitspielrecht

Die frühen Gespräche haben sich ausgezahlt. Beide Seiten einigten sich auf eine Zusammenarbeit und melden in der neuen Saison eine Mannschaft unter dem Namen des SuS Rünthe. Dabei soll keine Jugendspielgemeinschaft gebildet werden, sondern vielmehr wird ein Zweitspielrecht beantragt. Trainer der Mannschaft wird Michael Großpietsch sein.

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„Das waren sehr angenehme Gespräche mit Rünthe“, so Michael Frieg. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, das war alles sehr unkompliziert mit Overberge“, ergänzt Possiel. Natürlich suchen beide Vereine auch weiterhin Nachwuchs für ihre Jugendabteilungen. Ein Kontakt kann in diesen Zeiten über die Internetpräsenzen der Vereine hergestellt werden.

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