Georg Büchner - der Freiheitsheld der Literatur

200. Geburtstag

Als er stirbt, hat Georg Büchner drei Bühnenstücke geschrieben und ein weiteres fast fertig. Er hat ein Lustspiel veröffentlicht, eine Flugschrift publiziert, er ist geflohen und hat als Naturwissenschaftler aufhorchen lassen. Heute jährt sich sein Geburtstag zum 200. Mal.

GODDELAU

von Von epd / dpa / JG

, 17.10.2013, 00:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Georg Büchner ist am 17. Oktober vor 200 Jahren geboren.

Georg Büchner ist am 17. Oktober vor 200 Jahren geboren.

Mit nur 23 Jahren stirbt er an Thyphus. Trotz des unerfüllten Lebens wird Büchner heute als Freiheitsheld der Literaturgeschichte und als bahnbrechender Autor des 19. Jahrhunderts gefeiert. Der bedeutendste deutsche Literaturpreis ist nach ihm benannt. Heute vor 200 Jahren wurde Georg Büchner im kleinen hessischen Städtchen Goddelau geboren. Und kaum ein Theater würdigt dieses Jubiläum in dieser Spielzeit nicht.

Revolte und Romanze

"Friede den Hütten, Krieg den Palästen!" ist sein bekanntester Aufruf aus der Flugschrift "Hessischer Landbote" aus dem Jahr 1834, an der er gescheitert ist. Zwei Jahrhunderte später findet sich der Spruch als Graffiti auf Wänden und gedruckt auf Flugblättern. Worte wie diese haben Büchners Ruf als Revolutionär gefestigt.

Flucht nach Straßburg Das, was bis heute von ihm bleibt, konzentriert sich auf wenige Jahre: "Dantons Tod", sein erstes großes Drama über das Scheitern der Französischen Revolution, ist bereits vor der Flucht innerhalb nach Straßburg weniger Wochen zu Papier gebracht. Neben der Erzählung "Lenz" arbeitet Büchner am Lustspiel "Leonce und Lena". Mit seinem Fragment "Woyzeck" schreibt er ein Jahr vor seinem Tod das erste soziale Drama der deutschen Literatur. Unvollendet hinterlassen, zählt es heute zu den meistgespielten Stücken des deutschen Theaters. Ein weiteres Drama Büchners gilt als verschollen.

Doktorarbeit über Nervensystem Als Wissenschaftler schreibt er die Doktorarbeit über das Nervensystem der Barben und wird Privatdozent in Zürich. Am 19. Februar 1837, erliegt er einer Thyphus-Erkrankung Seine Dramen wurden erst Anfang des 20. Jahrhunderts öffentlich uraufgeführt. Heute gehören sie als Weltliteratur zum Standardrepertoire der Theater.

 

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