Gesundheitsminister wollen gezielte Corona-Tests für Rückkehrer

Coronavirus

Personen, die aus stark vom Coronavirus betroffenen Staaten zurückkehren, müssen für zwei Wochen in Quarantäne. Die Umsetzung ist allerdings nur schwer zu kontrollieren. Deshalb wurde ein neuer Plan entwickelt.

Berlin

16.07.2020, 14:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Gesundheitsminister der Länder planen, alle Reiserückkehrer aus besonders stark vom Coronavirus betroffenen Staaten testen zu lassen

Die Gesundheitsminister der Länder planen, alle Reiserückkehrer aus besonders stark vom Coronavirus betroffenen Staaten testen zu lassen © picture alliance/dpa

Die Gesundheitsminister der Bundesländer erwägen strengere Regeln für Rückkehrer aus stark vom Coronavirus betroffenen Staaten. Nach derzeitiger Rechtslage müssen diese Menschen in Deutschland zunächst in 14-tägige häusliche Quarantäne. Im Gespräch sind nun zusätzlich unter anderem gezielte Corona-Tests.

„Ganz zufrieden bin ich mit der jetzigen Lösung nicht“, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Berlins Ressortchefin Dilek Kalayci (SPD), am Donnerstag nach einer Schalte mit ihren Ressortkollegen der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Umsetzung der Quarantäneregel sei bei den Menschen sehr viel Eigenverantwortung gefragt.

Spanien trotz Sauf-Partys auf Mallorca kein Risikogebiet

„Meine Befürchtung ist aber, dass sich Rückkehrer nicht daran halten“, so Kalayci. „Deshalb haben wir verabredet, zum Beispiel über zielgerichtete Testungen dieses Personenkreises zu sprechen.“ Beratungen dazu seien bei einer Schalte der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am kommenden Mittwoch (22. Juli) geplant.

Momentan gilt die Quarantänepflicht für Rückkehrer oder Einreisende aus Staaten außerhalb der EU und des europäischen Wirtschaftsraums. Auch der EU-Staat Luxemburg ist wegen eines starken Anstiegs der Corona-Infektionen derzeit betroffen.

Zuletzt hatten ungezügelte Sauf-Partys von Urlaubern ohne Maske und Abstand auf Mallorca für Schlagzeilen gesorgt. Spanien gilt indes nicht als Risikogebiet.

RND

Schlagworte: