„Goethe und sein Werk stehen nicht im Mittelpunkt"

Institutleiter im Gespräch

DÜSSELDORF 60-jähriges Bestehen feiert das Goethe-Institut. Weltweit vermitteln 150 Institute die deutsche Sprache und Kultur im In- und Ausland. Julia Schemmer sprach mit dem Leiter des Düsseldorfer Goethe-Instituts, Stefan Brunner, über die Entwicklung, Aufgaben und Ziele des Instituts.

von Von Julia Schemmer

, 01.08.2011, 13:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Goethe und sein Werk stehen nicht im Mittelpunkt"

Der Leiter des Goethe-Instituts Stefan Brunner.

Zahlen und Fakten zum Institut
Das erste Goethe-Institut wurde am 9. August 1951 in München gegründet. Ein Jahr später feierte das erste ausländische Goethe-Institut in Athen seine Einweihung.
Das jüngste Institut ist das in Luanda/Angola, 2008 gegründet. Mittlerweile existieren 13 Institute in Deutschland, 136 im Ausland und zehn Verbindungsbüros in 128 Ländern.
An den Goethe-Instituten in Deutschland lernen jedes Jahr rund 32 000 Kursteilnehmer Deutsch. In den anderen Ländern beläuft sich die Teilnehmerzahl auf ca. 185 000.
www.goethe.de

Goethe spielt noch eine wichtige Rolle – jedes Jahr wird beispielsweise die Goethe-Medaille an Menschen verliehen, die sich um die Vermittlung der deutschen Sprache und den Kulturaustausch verdient gemacht haben. Aber Goethe und sein Werk stehen nicht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Das ist im Ausland oft ein Missverständnis.

Im Ausland sind unsere drei Tätigkeitsfelder die Programm-, Sprach- und Bibliotheksarbeit. Im Inland und so auch hier in Düsseldorf widmen wir uns in erster Linie Sprachkursen. Wir bieten Kurse für Menschen an, die Deutsch als Fremdsprache lernen. Unsere Kursteilnehmer wohnen nicht nur in Düsseldorf und dem Umland, sondern viele kommen aus aller Welt für einige Wochen oder mehrere Monate zu uns. In den letzten Jahren hat der Bereich Integration an Bedeutung zugenommen. Wir bieten zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung Sprachprüfungen für Schüler mit Migrationshintergrund an.

Die Tendenz ist eindeutig steigend. Übers Jahr verteilt kommen ca. 2000 Kursteilnehmer.

Nein überhaupt nicht. Wir arbeiten in vielfältiger Weise zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Unsere Märkte überschneiden sich kaum. Für uns ist zum Beispiel das westliche Ruhrgebiet ein wichtiges Einzugsgebiet, für Bonn nicht.

Die Goethe-Institute in Deutschland finanzieren sich ausschließlich über Kursgebühren. Insofern ist es natürlich mein Hauptanliegen, auch in den kommenden Jahren auf einer wirtschaftlich soliden Basis zu stehen. Des Weiteren ist es ein zentrales Ziel der Goethe-Institute in Deutschland, aber auch ein großes persönliches Anliegen, Integrationsangebote zu verstärken.

Zahlen und Fakten zum Institut
Das erste Goethe-Institut wurde am 9. August 1951 in München gegründet. Ein Jahr später feierte das erste ausländische Goethe-Institut in Athen seine Einweihung.
Das jüngste Institut ist das in Luanda/Angola, 2008 gegründet. Mittlerweile existieren 13 Institute in Deutschland, 136 im Ausland und zehn Verbindungsbüros in 128 Ländern.
An den Goethe-Instituten in Deutschland lernen jedes Jahr rund 32 000 Kursteilnehmer Deutsch. In den anderen Ländern beläuft sich die Teilnehmerzahl auf ca. 185 000.
www.goethe.de