Grippe-Impfungen sind für gesetzlich Versicherte bald auch in Apotheken möglich

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Die AOK Rheinland und der Apothekerverband Nordrhein haben sich auf ein Modellvorhaben zur Grippe-Impfung geeinigt. Demnach können sich Patienten bald auch in Apotheken impfen lassen.

Düsseldorf

09.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Impfung gegen Influenza können sich Patienten auch in Apotheken geben lassen.

Eine Impfung gegen Influenza können sich Patienten auch in Apotheken geben lassen. © picture alliance/dpa

Gesetzlich Versicherte können sich in Teilen Nordrhein-Westfalens ab der nächsten Grippesaison grundsätzlich auch in Apotheken gegen Influenza impfen lassen. Auf ein entsprechendes, bundesweit erstes Modellvorhaben einigten sich die AOK Rheinland/Hamburg und der Apothekerverband Nordrhein, wie es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag hieß.

Es soll zunächst für drei Jahre laufen, teilnehme Apotheker müssen sich fortbilden lassen. Impfungen in den Arztpraxen seien weiter möglich, hieß es. Der Apothekerverband Nordrhein umfasst die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln. Die Grippesaison beginnt im Herbst. „Unser Ziel ist es, die Durchimpfungsraten weiter zu steigern“, sagte der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein, Thomas Preis, laut der Mitteilung.

Es handele sich um eine Ergänzung zum Angebot der Ärzte. Bislang seien nur rund 35 Prozent der Bürger ab einem Alter von 60 Jahren gegen Grippe geimpft. Von der Weltgesundheitsorganisation WHO würden 75 Prozent angestrebt. AOK und Apothekerverband erfüllen den Angaben zufolge mit der Vereinbarung einen Auftrag des seit März geltenden Masernschutzgesetzes.

dpa

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