Großbritannien: Viele Ärzte und Pfleger an Corona gestorben

Coronavirus

Über 180 Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS) sind in Großbritannien am Coronavirus gestorben. Immer wieder gab es zuvor Beschwerden.

London

20.05.2020, 22:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jared Leggett, Assistenzarzt, zieht Handschuhe vor einem Besuch eines Patienten in der Station C22 des Royal Blackburn Lehrkrankenhaus an. Viele Ärzte und Pfleger in Großbritannien beklagten einen Mangel an Schutzkleidung.

Jared Leggett, Assistenzarzt, zieht Handschuhe vor einem Besuch eines Patienten in der Station C22 des Royal Blackburn Lehrkrankenhaus an. Viele Ärzte und Pfleger in Großbritannien beklagten einen Mangel an Schutzkleidung. © picture alliance/dpa

In Großbritannien sind bislang 181 mit dem Coronavirus infizierte Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS) gestorben. Wie Premierminister Boris Johnson am Mittwoch im Parlament weiter mitteilte, kamen auch 131 infizierte Sozialarbeiter ums Leben.

Zahlreiche Ärzte, Krankenpfleger und Mitarbeiter in Senioreneinrichtungen hatten sich immer wieder beschwert, dass sie nicht genug Schutzausrüstungen wie Masken und Kittel zur Verfügung hätten. Einige von ihnen zogen sich in ihrer Not zum Beispiel große Müllbeutel über, um sich nicht mit dem Erreger anzustecken.

Auch 131 Sozialarbeiter starben

In Großbritannien sind bislang 181 mit dem Coronavirus infizierte Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS) gestorben. Wie Premierminister Boris Johnson am Mittwoch im Parlament weiter mitteilte, kamen auch 131 infizierte Sozialarbeiter ums Leben.

Müllbeutel als Schutzausrüstung

Zahlreiche Ärzte, Krankenpfleger und Mitarbeiter in Senioreneinrichtungen hatten sich immer wieder beschwert, dass sie nicht genug Schutzausrüstungen wie Masken und Kittel zur Verfügung hätten. Einige von ihnen zogen sich in ihrer Not zum Beispiel große Müllbeutel über, um sich nicht mit dem Erreger anzustecken.

35.000 bis 50.000 Tote

Großbritannien hat die meisten Corona-Toten in Europa. Die Statistiken schwanken je nach Erhebungsmethode zwischen gut 35.000 und mehr als 50.000. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

Die britische Regierung lockert ihre Ausgangsbeschränkungen schrittweise. Viel Kritik gibt es an dem Plan, einzelne Jahrgangsstufen wieder ab Juni in die Schulen zu schicken. Gewerkschaften, Wissenschaftler und Vertreter von Kommunen erklärten, dieser Schritt sei viel zu früh.

Justiz-Minister Robert Buckland antwortete in Interviews am Mittwoch ausweichend auf die Frage, ob der Termin realistisch sei. Man arbeite auf den 1. Juni zwar hin, aber das Datum stehe unter Vorbehalt, sagte der Minister der BBC.

RND/dpa

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