Grüner Pass für Reisefreiheit: Details sollen nach Ostern geklärt werden

Reisedokument

Ein EU-weiter Grüner Pass soll Reisen innerhalb der EU wieder problemlos ermöglichen. Wer geimpft oder getestet ist oder eine Infektion bereits überstanden hat, soll leichter reisen können.

30.03.2021, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem der sogenannte "Grüne Pass" abgebildet ist.

Ein Mann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem der sogenannte "Grüne Pass" abgebildet ist. © picture alliance/dpa

Zahlreiche EU-Staaten wollen bald nach Ostern eine Prioritätenliste zur Umsetzung des sogenannten Grünen Passes für Urlaubsreisen vorlegen. Das Projekt solle europaweit einheitlich, grenzübergreifend und leicht verwendbar verwirklicht werden, sagte Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger am Montag in Wien. Das EU-Dokument soll Impfungen gegen das Coronavirus sowie Tests oder überstandene Infektionen fälschungssicher registrieren und unter anderem das Reisen erleichtern.

Köstinger sagte, bis zum Sommer solle trotz Corona-Krise das grenzenlose Reisen in der EU wieder möglich werden. Gerade bei den Einreisebestimmungen, die jeder Staat für sich selbst festlege, müsse eine Harmonisierung der Kriterien erfolgen, so Köstinger nach dem Online-Treffen mit zwölf Amtskolleginnen und -kollegen unter anderem aus Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland.

Reisen mit Grünem Pass soll ab Juni möglich sein

So müsse unter anderem geklärt werden, ob – und wenn ja in welchem Zeitraum – ein negativer Test zur Einreise ausreiche, hieß es. Österreich als eines der besonders vom Tourismus abhängigen Länder hat das EU-weite Projekt vorangetrieben. „Der Grüne Pass soll auf jedem Flughafen und in jedem Hotel in Europa gültig und lesbar sein“, sagte Köstinger.

Deutschland stehe voll hinter dem Ziel der EU, den sogenannten Grünen Pass bis zum 1. Juni 2021 umzusetzen, sagte der deutsche Tourismusbeauftragte Thomas Bareiß. Mittels eines Barcodes werde die Grundlage für Sicherheit und Freiheit geschaffen. „Damit ist wieder vieles denkbar“, so Bareiß. Der neue Pass müsse für alle Menschen zugänglich sein. „Das betrifft den technischen Zugang, aber auch die Tatsache, dass wir schnell allen Menschen ein Impfangebot machen müssen“, sagte Bareiß.

Der gesamte Zeitplan sei sehr ambitioniert, sagte Köstinger. Während der Grüne Pass auf europäischer Ebene Anfang Juni kommen soll, ist in Österreich geplant, eine erste Stufe Ende April abzuschließen. Dann sollen in dem Zertifikat negative Corona-Tests erfasst werden. Dies kann beispielsweise den Besuch bei Friseuren ermöglichen.

RND/dpa

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