"Guardians of the Galaxy" haben die Ästhetik von "Star Wars"

Im Kino

Wie hält man das Superhelden-Genre frisch, nach Dutzenden verfilmter Comics? Im Hause Marvel (unter dem Dach von Disney) setzt man auf Humor und Slapstick, die James Gunns "Guardians Of The Galaxy" fast in den Kosmos der Familienunterhaltung schießen.

29.08.2014, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Panorama-Blick auf den bedrohten Planeten Xandar, über dem kampfbereit die Raumgleiter der Wächter kreisen.

Panorama-Blick auf den bedrohten Planeten Xandar, über dem kampfbereit die Raumgleiter der Wächter kreisen.

Die Altersfreigabe lautet "ab zwölf Jahren", ganz ohne Brutalität geht es nicht, wenn fünf Freunde die Galaxis retten. Ihnen zuzusehen, ist ein Vergnügen. Die Komik hat erfrischende Züge, das Personal besteht aus Exzentrikern, die beeindruckend schmucken 3D-Effekte laufen auf eine große Weltall-Saga im Stil von "Star Wars" hinaus.

Auch beim Soundtrack gelingt den Machern ein Coup. Sie schleusen Musik aus den 70ern ein, 10CC, Bowie, The Runaways und mehr. Retro-Charme in futuristischem Setting, das kommt so: 1988 wird ein Junge ins All entführt, in der Hand den Walkman und die Kassette mit Lieblingshits seiner Mutter.

Schatzjäger

26 Jahre danach schlägt sich Peter (Chris Pratt) als Vagabund durch die Galaxis, Mamas Lieder begleiten ihn. Da tänzelt der Bursche über einen öden Planeten, greift sich kleine Reptilien wie Mikrofone und singt ihnen in die hässliche Visage, was er im Kopfhörer hat. Haha - lustiger startete kein anderer Marvel-Streifen.

Als Auftragsdieb erbeutet Peter eine Kugel (den "Orb") von so gewaltiger Kraft, dass der schrecklichste Tyrann des Kosmos sie haben will. Schatzjäger sind interessiert, eine grünhäutige Amazone (Zoe Saldana aus "Avatar") möchte Peter die Kugel abluchsen.

Hightech-Knast im Orbit Beide landen in einem Hightech-Knast im Orbit, gemeinsam mit einem sprechenden Waschbären und einem humanoiden Wurzelwesen. Der Waschbär (superb animiert) klopft jede Menge Sprüche, noch ein Quell für Jux und Dollerei.

Aus Feinden werden dicke Kumpel, ein roter Titan (Wrestler Dave Bautista) ist der Fünfte im Bunde. Die Besetzung der Nebenrollen ist durchaus prominent. Glenn Close spielt die Chefin der Ordnungsmacht auf dem Planeten Xandar, John C. Reilly einen ihrer Offiziere.Luftschlacht Und Benicio Del Toro (mit der Frisur von Jim Jarmusch) hat einen Auftritt als Sammler kosmischer Artefakte.

In einer Luftschlacht mit Hunderten Gleitern bewahren die Guardians eine ganze Rasse vor der Auslöschung. Ein prächtiges Breitwand-Panorama. Visuell und technisch auf Augenhöhe mit den Spektakeln von George Lucas, dabei ähnlich unterhaltsam.

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