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Harmonischer Schichtwechsel

Haltern Schicht um Schicht werden ihre Bilder lebendig, so lebendig wie ihre eigene Biografie.

09.11.2007

Künstlerin Anja Krück gewährt Einblick in beides. Für "Stiel und Blüte" am Prozessionsweg schuf sie Motive, die sich in der Farbgebung und im Ausdruck in die vorweihnachtlichen Blumenarrangements einfügen. So entstand ein harmonisches Ganzes, das die Sinne der Ausstellungsbesucher von "Vorfreude ist die schönste Freude" am Sonntag ab 10 Uhr berührt. Anja Krück arbeitet mit vielen Materialien. Pigmente, Acrylfarben, Kreide, Rotband, Papier oder Lacke schichtet sie übereinander, entwickelt so - immer die Reaktionen betrachtend - Schritt für Schritt über Wochen das Motiv. "Prozessbilder" nennt sie das Ergebnis. Es sind strukturierte Abstraktionen, die Gegenständliches nur andeuten und immer ein Geheimnis bergen.

Der "Frauentreff", das "rosa Quartett" oder die "grüne Vielfalt" schuf sie nach intensiven Studien des besonderen Ambientes von Stiel und Blüte. "Ich habe viel Gefühl investiert", Anja Krück empfand die Gestaltung der Ausstellung als eine besonders reizvolle Herausforderung. So vielschichtig und spannend wie ihre Kunst ist auch der Lebenslauf der 42-Jährigen. 1997 begann sie, Seminare und Workshops bei Künstlern zu besuchen, entschied sich dann für das Studium der Kreativ-Therapie an der Fachhochschule Bochum, ging nach dem Diplom im Sommer 2005 nach Paris, kehrte als ausgebildete Atelierleiterin nach Arno Stern zurück, hängte eine Ausbildung zur psychologischen Beraterin an, gibt heute mit Begeisterung Malkurse für Kinder und Erwachsene und hat gerade wieder mit einer Ausbildung zur ADS- und ADHS-Therapeutin begonnen. "Die Kunst", sagt die Mutter von zwei Kindern, "ist meine absolute Leidenschaft". Die Ausstellung soll diese Liebe widerspiegeln. Elisabeth Schrief

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