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Verwaltung will Kindergartenkosten gerechter verteilen

15.11.2007

Haltern Familien mit Einkommen unter 70 000 Euro im Jahr sollen künftig bei den Kindergartenbeiträgen im Schnitt entlastet werden. Besser Verdienende müssen mit höheren Belastungen rechnen. Diese Kernpunkte enthält eine Ausschussvorlage, die von der Verwaltung vorbereitet wird. Empfohlen wird die Ablösung der alten GTK-Tabelle durch kreisweit einheitliche Beitragssätze. Neben den zehn Kommunen des Kreises sind auch die Städte Bochum, Herne und Gelsenkirchen beteiligt. "Wir wollen keinen Wettlauf um die günstigsten Kindergartensätze mehr", erklärte der erste Beigeordnete, Hans-Josef Böing die Initiative.

Bisher galten in jeder Kommune unterschiedliche Gebührenstaffelungen. In Haltern wurden die alten GTK-Staffeln in Ortsrecht umgewandelt. Danach sind zum Beispiel Einkommen bis 12 271 Euro pro Jahr vom Kindergartenbeitrag befreit. Bei einem Einkommen von etwa 49 000 Euro müssen für die Betreuung von unter Dreijährigen 208 Euro monatlich gezahlt werden. Der höchste Beitrag liegt bei 151,34 Euro pro Monat für über Dreijährige (312,91 Euro für unter Dreijährige).

Mit den neuen einheitlichen Sätzen erfolgt eine stärkere Differenzierung. So wird zwischen einer wöchentlichen Betreuung von 25, 35 und 45 Stunden für unter und über zweijährige Kinder unterschieden. Außerdem werden 15 Gehaltsstufen von 17 500 Euro im Jahr bis über 125 000 Euro zugrunde gelegt. Am teuersten wäre dann die Betreuung eines unter zweijährigen Kindes für 45 Stunden wöchentlich. Dafür werden 646 Euro monatlich berechnet (Kinder über zwei Jahre 434 Euro). Sparen können zum Beispiel Familien mit einem Einkommen von 45 000 bis 50 000 Euro. Die Regelbetreuung von unter Dreijährigen (35 Stunden wöchentlich) kostet 93 Euro. Einkommen bis 17 500 Euro im Jahr sind laut neuer Tabelle vom Beitrag befreit. siwi

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