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In der Rolle aufgehen

Heek/Legden In eine kleine Theaterschule wird jeden Dienstag die Aula der Bischof-Martin-Grundschule verwandelt. Dann finden sich dort 19 Mädchen der zweiten und dritten Klasse mit Künstler Piotr Sonnewend aus Legden und der Instrumental- und Musiktherapeutin Marie Kristin Llausha aus Heek zum Theaterprojekt ein.

21.11.2007

In der Rolle aufgehen

<p>Der scheinbar respektvolle Abstand täuscht: Mit großen Eifer folgen die Heeker Kinder den Anweisungen Piotr Sonnewends aus dem benachbarten Legden. Mensing</p>

Mit großer Begeisterung nehmen die Schülerinnen das Angebot des Fördervereins "Förbi" an und bauen zu Beginn die Bühne mit dem vorhandenen Mobiliar auf. Während Eliana ihr Bett herrichtet, arbeitet Louisa an der Küche. "Die Utensilien für die Bühne haben die Kinder alle selbst mitgebracht", zeigt Sonnewend auf, dass sich alle Mädchen aktiv einbringen.

Alles selbst erstellt

Dazu gehören das Erstellen der Kostüme, Bauen des Bühnenbildes und natürlich das Erlernen und Spielen der einzelnen Theaterszenen. Dabei wird deutlich, dass das Projekt die Schülerinnen auch dazu anregt, sich eine fremde Rolle anzueignen und sie zu verkörpern, Gefühle und Handlungen gemeinsam mit Ton und Musik gestisch und mimisch auszudrücken.

Das gesprochene Wort ist dabei nur ein Teil des Ganzen: Die neu für das Stück konzipierte und von Marie Kristin Llausha auf dem Keyboard gespielte Musik ist ein eigener Bestandteil des Konzepts und bereichert die Situationswahrnehmung der schauspielernden Kinder.

"Durch die Musik erhält jede Situation ihre besondere Note", planen Llausha und Sonnewend, dass die jungen Schauspielerinnen Lieder erlernen, die sie in einzelnen Szenen singen. Damit werden die Kinder in alle drei Komponenten eines Theaters einbezogen: schauspielerische, textliche und musikalische Teile. "Insgesamt lernen die Kindern Abläufe kennen, die sie in der Schule sonst nicht erlernen", erklärt Sonnewend, dass sich die Abläufe des Projekts an ein professionelles Theater anlehnen.

Während des Schauspiels leitet Sonnewend die sehr aufmerksamen und konzentrierten Mädchen an, die mit großer Freude und Motivation bei der Sache sind. Ihm sei wichtig, dass die Kinder lernen, mitzudenken. Sie sollen die Szene genau im Kopf haben und wissen, wann sie mit ihrem Text dran sind.

Dabei liegt der Schwerpunkt nicht auf sturem Auswendiglernen der Texte. Vielmehr ist es Sonnewends Anliegen, dass die Mädchen wie die professionellen Schauspieler lernen, im Bedarfsfall zu improvisieren. men

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