Heinsberger Landrat für Absage von Karneval: “Bisschen feiern” wie “bisschen schwanger”

Coronavirus

Der Kreis Heinsberg ist nach einer Karnevalssitzung im Februar zum Corona-Hotspot geworden: Nun mischt der Landrat sich in die Karnevalsdebatte ein. Er spricht sich klar für eine Absage aus.

Heinsberg

22.08.2020, 10:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stephan Pusch (CDU), Landrat des Kreises Heinsberg, spricht sich klar für eine Absage des Karnevals aus.

Stephan Pusch (CDU), Landrat des Kreises Heinsberg, spricht sich klar für eine Absage des Karnevals aus. © picture alliance/dpa

Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) hat sich für eine Absage des Karnevals ausgesprochen. „Ich glaube nicht, dass es nächstes Jahr Karneval geben wird. Unsere Aufgabe ist jetzt, Dinge aufrechtzuerhalten, die essenziell sind“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Essenziell: Schulen und Kitas offenzuhalten

Dazu gehöre, Schulen und Kitas offenzuhalten. „Die anderen Dinge sind Luxus und Freizeitvergnügen, die müssen zurückstehen. Auch wenn der Karneval eine wahnsinnig ernste Angelegenheit ist.“

Pusch sagte: „Als wenn die Kölner „ein bisschen“ Karneval feiern könnten. Das ist wie ein bisschen schwanger. Ich glaube, es wäre am besten, das jetzt abzusagen.“ Das sei auch das, was er aus den Vereinen in seiner Region höre. „Sonst wabert das Thema ewig umher.“

Karnevalssitzung im Februar lässt Heinsberg zum Hotspot werden

Puschs Kreis Heinsberg war nach einer Karnevalssitzung im Februar zu einem der ersten deutschen Corona-Hotspots geworden. Zuletzt mehrten sich die Stimmen, die eine Karnevalssession 2020/2021 angesichts der Corona-Pandemie skeptisch sehen.

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dpa

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