Herner Museum verschenkt riesigen Tempel

Acht Meter hoch

Ein Tempel-Nachbau aus dem Herner Museum für Archäologie sucht ein neues Zuhause. Weil nach Ende seiner Ausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams" kein Platz mehr für ihn ist, möchte die Museumsleitung ihn verschenken. Der neue Besitzer braucht viel Platz: Der acht Meter hohe Nachbau ist nicht wetterfest für den Garten.

HERNE

, 09.03.2017, 12:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der vietnamesische Tempel war das Highlight der Sonderausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams" im LWL-Museum für Archäologie in Herne und sucht ein neues Zuhause.

Der vietnamesische Tempel war das Highlight der Sonderausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams" im LWL-Museum für Archäologie in Herne und sucht ein neues Zuhause.

Einen Tempel für zu Hause? Das Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne verschenkt den Nachbau eines vietnamesischen Tempels. 1,2 Tonnen wiegt das Ausstellungsstück, das nun ein neues Zuhause sucht.  

Der Tempel war einer der Höhepunkte in der erfolgreichen Ausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams". "Der Tempel aus der Cham-Kultur hat bei Besuchern wie Mitarbeitern für Staunen gesorgt", erklärt Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock. Nun wird die Ausstellung abgebaut und zieht nach Chemnitz. Für den Tempel ist dort keinen Platz. 

Original ist ein heiliger Tempel im Vietnam

Das Tempelmodell wurde entsprechend der tatsächlichen Maße des Originalbaus entworfen und als Kulissenbau umgesetzt. Das Original steht auf einem Hügel in der Küstenebene von Phan Rang im Süden des Vietnams. Dort ist der Tenpel ein Heiligtum.

Ob für den privaten Gebrauch, als Blickfang in der Eingangshalle eines Unternehmens oder als Ausstellungsstück im Museum - Museumsleiter Mühlenbrock wünscht sich gewissenhafte neue Besitzer: "Es steckt viel Handarbeit darin, deshalb würden wir uns freuen, wenn er in gute Hände gelangt." 

Museum verschenkt Tempel nur an Selbstabholer

Eine große Anforderung an den neuen Eigentümer: Er braucht viel Platz. Der Tempel ist acht Meter hoch und fünf Meter breit. Als Gartendekoration taugt der Tempel wohl nicht; aufgrund des Anstrichs ist der Nachbau nicht wetterfest.

Die aufwendige Ausführung wurde von einer Fachfirma für Kulissen- und Filmsetbau aus München hergestellt. Der Tempel mit seinen elf hintereinander gestaffelten Schichten kann für den Transport zerlegt werden. Das Museum verschenkt das Modell nur an Selbstabholer.

In Herne muss der Tempel Platz für die archäologische Landesausstellung "Revolution Jungsteinzeit" machen, die ab dem 24. Mai zu sehen sein wird.