Hoffen auf eine neue Chance 2017

Welterbe-Bewerbung

Enttäuscht, aber nicht hoffnungslos waren die Stiftung Industriedenkmalpflege und der Regionalverband Ruhr (RVR) gestern, am Tag nach der Entscheidung gegen die Welterbe-Bewerbung der 20 Industriedenkmalstätten in der Region.

DORTMUND

, 13.06.2014, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Zeche Zollverein in Essen bleibt vorerst die einzige Welterbestätte.

Die Zeche Zollverein in Essen bleibt vorerst die einzige Welterbestätte.

"Wir warten ab, bis wir das Votum der Jury zugestellt bekommen. Aber es ist eine Empfehlung der Landesregierung, weiterzumachen", sagt Marita Pfeiffer, Sprecherin der Stiftung. Es gäbe jetzt Gelegenheit, mit einem Fachbeirat den Antrag zu prüfen und weiter auszuarbeiten. "Unser Ziel ist die deutsche Tentativliste 2017-19", so Pfeiffer.

Einstimmige Entscheidung Die Begründung der elf Juroren, darunter sieben aus Deutschland, kennen die Stiftung und der RVR noch nicht. Die Kulturministerkonferenz werde sie bekannt geben. Aber die Jury-Entscheidung fiel einstimmig. "Wir haben es uns nicht leicht gemacht und jeden Fall genau analysiert. Aber in dieser Form war der Antrag nicht Welterbe-fähig", so Jurymitglied Georg Skalecki. "Und in dieser Form wäre der Antrag von der Unesco auf keinen Fall angenommen worden. Auch davor müssen wir die Antragssteller schützen. Aber es steckt Potenzial in der Bewerbung. Es ist noch Hoffnung", ermuntert er, weiterzumachen und den Antrag zu präzisieren.

Treffen auf der Kokerei Hansa Gestern gab es eine Sitzung aller Kooperationspartner in der Kokerei Hansa in Dortmund. Die Stimmung war gedrückt. "Über die Kulturstiftung der Länder werden wir auch erfahren, welche Möglichkeit es für eine erneute Bewerbung und für andere Ausschreibungen gibt", so RVR-Sprecher Jens Hapke.

Vergleichen könne man die Anträge der Stiftung für Industriedenkmalpflege und der anderen Bewerber, die es auf die Liste geschafft haben, nicht. Da sind sich die Partner einig. Sie seien zu andersartig.

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